Donnerstag, 25. Februar 2021

In der Fastenzeit

 
...träumt man von Frühling. Und Ostern gehört für viele von uns auch dazu. 

Ich habe ja in meiner letzten Meldung erzählt, dass ich mit der professionellen Herstellung von Keramik aufhöre. Wenn man genau ist, habe ich damit schon letztes Jahr aufgehört.


Aber es sind noch viele schicke Arbeiten vorhanden. Heute stelle ich anlässlich des frühlingshaften Wetters noch einmal meine Eierträger vor. 


Wer hier schon lange stöbert, kennt sie vielleicht. Denn am 14. April 2014 konnte man schon mit dem Hasen Bekanntschaft machen.



Ich habe meine Blechbüchse mit den Saaten herausgeholt! Davon habe ich einige in der Erde versenkt. In der Erde im Plastiktöpfchen ins Fenster- gewächshaus. Draußen ist´s vielleicht doch noch etwas zu frisch. Einige meiner Pflanzen, die in Pflanzkübeln sitzen, haben in Form von Kompost, Futter bekommen. Die Terrasse ist von Algen und Vogeldreck befreit. Das allerdings liegt nicht an besonderem Fleiß, sondern daran, dass ich bei meinem Morgenkaffee immer dahinaus schaue. Ich hatte das Gefühl, den Frühling mittels einer sauberen Terrasse anzulocken, wäre eine gute Idee.

Achja...und die Moral von der Geschicht: Die Dinger sind käuflich!!


Heute strahlt die Sonne! Doch selbst wenn sie sich wieder versteckt; der Winter ist bald zuende.

Samstag, 20. Februar 2021

Früher war alles besser

 


Stimmt doch: War Weihnachten früher nicht viel aufregender? Ich konnte es kaum ertragen, zu wissen, dass ich etwas geschenkt bekomme. Das ist aller- dings schon laaange her. Das war, als ich noch klein war, noch kleiner. Wenn man alles unverändert haben will, bleiben auch die Verhältnisse. Will man das wirklich? Ist es nicht so, das wir von Natur aus danach streben Dinge zu ver- bessern? Ich weiß noch genau, wie ich als kleines Kind stolz darauf war, dass ich ein Jahr älter wurde. Wenn mich jemand fragte, war es unter anderem wichtig, dass ich vielleicht drei Monate älter war, als jemand anderes. Ist es nicht seltsam, dass wir irgendwann nicht mehr mit unseren Jahren angeben wollen, obwohl doch in der Regel mit ihnen die Lebensleistung steigt. Egal wer sie sieht oder nicht sieht.

Auf der Arbeit geht es vielen auch oft darum, sich zu verbessern. Einen bequemeren Stuhl zu bekommen allemal, oder auch ein besseres Gehalt!!!

So ähnlich ist das auch bei mir. Auf den Stuhl kann ich verzichten, aber in der Keramikwerkstatt stimmte das Gehalt noch nie. Da ich noch einiges an Roh- stoffen habe, werde ich mich wohl ab und an noch hobbymäßig, an die Arbeit begeben. (also wenn ich einfach Lust dazu habe) Auf dieses Gefühl muss ich leider bestimmt lange warten. 

Die Werkstatt ist noch da und man kann das, was da ist auch noch erwerben; es sind wirklich schöne Sachen!

Und vielleicht verändert sich ja wieder alles und das Gehalt stimmt am Ende?

Jetzt gebe ich aber bekannt, dass ich keine Auftragsarbeiten in Keramik mehr mache.

So künstlerisch meine keramischen Arbeiten auch sind, ich mache jetzt nur noch das andere. Kunstkunst. Was auch immer das ist 😂

Samstag, 6. Februar 2021

Unsterblichkeit

Der Tod interessiert uns Menschen in sehr unterschiedlichem Maße. Manche Menschen denken nicht daran, dass sie sterben werden. Anderen dient die Aussicht auf den Tod, als Lebensanleitung für den Tag. Das heißt nicht, das man die ganze Zeit an der Weisheit letzter Schluss denkt. Nein, der Tag wird einfach häufiger als das eingeschätzt, was er ist; unsere heutige Chance.

Unsterblichkeit ist vielen ein Ideal. Großen Künstlern oder barbarischen Politi- kern gelingt Unsterblichkeit durch Erinnerung. Aber sie haben nichts mehr davon. Sie sind tot. Es wurde ihnen ein Denkmal gesetzt, das sie selber nicht mehr sehen können.

Unsterblichkeit. Da sie der Maßstab für unsere Mediziner ist, ist es schwierig geworden der natürlichen Sterblichkeit gerecht zu werden. Da wird ein ster- bender Mensch noch mit x technischen Apparaten bekannt gemacht: Da in eine Röhre geschoben und dort ist er der Ort für die Röhre, der Kanüle oder Spritze. Er wird im Bauch eines Klinikums hin und her gekarrt  und seiner Ruhe beraubt, so dass er gar nicht sterben kann; Ein winziger Schritt in Richtung Unsterblichkeit. Wenn er sich wehrt oder sich laut den Tod wünscht, wird er für unzurechnungsfähig erklärt und mit Drogen abgefüllt. Am Ende kann im Bericht des Krankenhauses sehr genau beschrieben werden, woran der Körper gescheitert ist. 

Mit welchem Recht entscheiden Mediziner, dass das alles noch heraus gefunden werden muss?

Während dieser Totenzeichnung war ich meinem Vater ganz nah   
 

Letzte Woche ist mein Vater gestorben. 86 Jahre alt ist er geworden. Er fand die Aussicht, hier auf Erden unsterblich zu sein, grauenhaft. Er wollte endlich sein und endlich sterben. Er wurde sehr geachtet, hat Vieles und Vielseitiges erreicht und wurde sehr geliebt. Trotzdem war ihm die Kraft ausgegangen. Und weil ich ihn liebe, gönne ich ihm die Ruhe.

Es ist nicht besonders leicht, einen Sterbenden, nach Hause zu holen, damit er dort in Frieden gehen kann. Mir ist es für meinen Vater, dem ich für vieles sehr dankbar bin, geglückt.





Hier habe ich noch einen Link zu einer Petition im Deutschen Bundestag für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen der Arbeitskräfte im Pflegeberuf

Damit Menschen, die im Krankenhaus sterben müssen, trotzdem genug Aufmerksamkeit und liebevolle Pflege bekommen werden.

Samstag, 23. Januar 2021

Beschränktheit


Es ist schon ein paar Jahre her, wo man dieses Wort für Menschen anwandte. Derzeit gilt es für uns alle. Und wenn wir Glück haben, führen die gesellschaft- lichen Beschränkungen nicht auch noch zu geistiger. 

Natürlich wirken sich weniger Kontakte, weniger Austausch auch auf meine Arbeit aus. Es kommt keiner, denn keiner darf. ich schweife von meinen üblichen Materialien ab und übe mich in wassergelösten Pigmenten. Aquarellfarben. 


Aber es macht mir zunehmend Spaß. Noch bin ich unvertraut. Aber es ist nicht mehr unbedingt nichts. 






So nudeln wir uns durch diese schwierige Zeit. 

Morgen fahre ich zu meinem Vater. Der ist so krank, dass er einfach wichtiger ist, als alles andere. Aber alles andere ist so wichtig, dass es uns einschränkt. 

Hoffen wir das Beste. 

Und so warten wir weiter auf kluge Lösungen, die unser neues Leben gangbarer machen.