Mittwoch, 26. Februar 2020

Da wo man nicht "eigentlich" sagt


...und auch nicht "man".
15.2.2020 die Nahe, nahe bei Bad Kreuznach

Da komme ich gerade her, nämlich aus einer psychosomatischen ReHa.
Und was sagt man da dann? "Da sag ich nicht eigentlich." Immer noch nicht. Warum? Da muss doch dahinter zu kommen sein. Also ein Zitat aus dem deutschen Duden:

ei·gent·lich1
/eígentlich/
Partikel
  1. 1.
    verstärkt oder relativiert besonders in Fragesätzen eine gewisse Anteilnahme, eine vorwurfsvolle Äußerung eigtl.
    "wie heißt du eigentlich(überhaupt)?"
  2. 2.
    nebenbei bemerkt, übrigens, was ich noch sagen wollte eigtl.
    "kennen Sie eigentlich diese Malerin?"
     
     
Wollte nachschauen, wo hier der geistige  Inhalt liegt, der in der Psychobox   (im psychologischen Gespräch in der Reha) es fraglich erscheinen lässt,  solche Sätze wie:
 "Eigentlich ist mir das Bild in der Reha ganz gut gelungen!" 
zu sagen.
Übersetzt: "Was ich noch sagen wollte, das Bild ist mir ganz gut gelungen." 
Das ist nicht klar genug?
Und ist es nicht freundlich, den Vorwurf mit diesem Wort etwas zu entkräften 
"Hey du da, was willst du eigentlich, das Bild ist doch ganz gut gelungen!!!!" 
Naja, so schlapp ist der Vorwurf auch wieder nicht!!!



Dass es Sinn macht, das Wörtchen "ich" zu bemühen, wenn ich mich selber meine, da bin ich dabei. Aber eigentlich ist eigentlich doch ein recht beredtes Wörtchen.

Um mal zur Sache zu kommen, eigentlich melde ich mich hiermit zurück.