Tschüss alter Wirkungskreis
Sonntag, 30. Oktober 2022
Mittwoch, 19. Oktober 2022
Verpackung
Ich bin derzeit damit beschäftigt, einen
ganzen Hausstand zu verpacken. Nein, natürlich nicht irgendeinen, MEINEN!!! Alle meine künstlerischen Arbeiten mussten natürlich auch verpackt werden. Allerdings ist das jetzt schon geschehen. Sie sind schon voraus gefahren.
Während meines Frühstückstees sind mir
diese Bilder über den Weg gelaufen.
Als ich hier nach Wassenach gezogen bin, ist ja schon lange her (24 Jahre) geschah das unter einem enormen Druck. Deswegen und natürlich auch, weil unsere Möglichkeiten damals noch andere waren, habe ich die Veränderungen, die ich an diesem Haus vorgenommen habe, nicht sehr gut dokumentiert.
Dieses Mal wollte ich es anders machen. Aber auch diesmal ist die Situation nicht ganz entspannt. Es ist einfach irre viel zu tun. Hier, beim Verlassen des Hauses mit den Atelierräumen und dort beim zunächst nur Bewohnbar-machen eines Hauses. Deswegen habe ich das Eine oder Andere auch nicht fotografiert.
Aber das Verpacken der Plastiken schon!
Meine Plastiken haben oft ein außergewöhnliches Haupthaar, was besonders behutsam verpackt sein möchte. Die verschieden Stadien des Verpacktseins haben mich auch optisch sehr angesprochen.
![]() |
| "Kriegerin", Steingut, Engobe und Oxyde, vielleicht 2020?😕 |
Und weil demnächst eine Zeit zuende geht, hier mal ein Bild von diesem Haus, als noch nicht immens viel passiert war.
![]() |
| Allerdings hatte ich, als die Bank das Foto machte, die abgelutschten Fenster schon weiß lackiert. |
Standort:
Wassenach, Deutschland
Montag, 17. Oktober 2022
Was man nicht sucht, findet sich
Kürzlich sollte ich belegen, dass ich schon lange kontinuirlich meiner künstlerischen Arbeit nachgehe, natürlich weil ich ein Anliegen hatte.
Weil ich aber mit dem Ausräumen, Aussortieren und Umverteilen des Inhaltes eines ganzen zu großen Hauses beschäftigt bin, ist mir dieser Nachweis nicht geglückt.
Etwas, was mir in meiner Zeit hier immer wieder passiert ist:
Engagement für nix.
Meine Abnehmerin ist froh und ich bin es auch!!!
Im Sediment der Werkstatt fanden sich dann die Beweismittel...
Mittwoch, 28. September 2022
Titel, unbekannt
Als ich noch nicht wußte, dass meine Werkstatt hier weg- ziehen würde, dachte ich mir, ich mache das ganze Haus zur Galerie. Also habe ich hier überall meine Arbeiten verteilt. Im Dämmerlicht des Abends sieht es in meinem bewohnbaren Mal-Atelier so aus. Schlechtes Licht für ein präzises Abbild. Aber das Foto gibt die reale Wahrnehmung gar nicht so unzutref- fend wieder. Die meis- ten meiner Arbeiten habe ich unter besse- ren Bedingungen foto- grafiert, für Dokumen- tation und Vorstellung. Abends,
wenn ich jetzt manchmal auf der Couch sitze, schau ich direkt auf diese Plastik:
"geplatze Träume", Steinzeug engobiert
Und
jetzt, wo ich sie doch bald alle in Kisten packen werde, fallen sie mir
nochmal besonders ins Auge. Schade, das sie keinen besseren Platz
gefunden haben... Wie lange sie in Zukunft Dornröschen spielen werden
ist nicht bekannt. Scheewittchen wäre wünschenwert, da befänden sie sich
schließlich in einer Art Vitrine. Dass sie in Bläschenfolie nicht
optimal zu betrach- ten sind, ist auch ein bisschen traurig.
All die künstlerichen Arbeiten und Arbeiten aus dem Zwischenreich (Kunsthandwerk) müssen bis zum Ende des Monats fertig verpackt sein.
Donnerstag, 25. August 2022
Meine Werkstatt zieht aus!!!
Seit 2019 hat sich vieles verändert. In unser aller Leben und in meinem besonders. Es gibt Ereignisse, die kosten einen den halben Verstand.
Wenn man Glück hat, lässt sich die fehlende Hälfte mit der Zeit wieder einsammeln. Scheinbar hatte ich das Glück. So hat sich herausgestellt, das ich meinen derzeitigen Standort besser verlassen sollte. Und das tue ich sehr bald.
Manches Werkstück kommt noch in die Hände anderer Menschen, darüber freue ich mich sehr.
Und wohin geht’s?
Nach oben rechts?
Ob sich Neugierde lohnt?
Wer weiß!
Meistens schon.😊
Dienstag, 14. Juni 2022
Hass
Warum funktioniert Hass eigentlich so gut?
![]() |
| 1996 "Kaifenheim" Öl auf Cotton |
Wenn man sich so in der Welt umschaut, sieht man ihn überall. Seine Früchte sind Unterdrückung, Streit und Freiheitsberaubung.
Meine Frage ist eine Frage. Ich würde mich über Überlegungen dazu freuen.
Eine weitere Frage ist:
"Was kann man eigentlich dagegen machen?"
Wer es hinbekommt, ein Feindbild zu schaffen, sitzt am längeren Hebel. Diejenigen die vom Verfeindbildern missstaltet wurden, können daran nichts ändern. In den vergangenen Monaten habe ich viele Bücher über und um die Hitler-Zeit und die Verfolgung und Vernichtung von von Feindbildern betroffenen Menschen gelesen. Immer wieder kann man nur darüber staunen, in was für Abgründe Menschen bereit sind herabzusteigen, für das Gefühl von Überlegenheit... (Wie kann man es als Überlegenheit werten, wenn sich andere nicht mehr wehren können? Wie kann man sich überlegen "fühlen", wenn man sich in der Übermacht befindet und deswegen tun und lassen kann, was man will? Das ist doch keine Überlegenheit.)
Auch wenn man im Kleinen schaut, geht es oft um Machtverhältnisse; seinen Willen durchsetzen, etwas zu bekommen. Oft geht es auch um Anerkennung, Liebe oder vorenthaltene Liebe. Da sind Konflikte ja leider nicht immer zu vermeiden. Ich will was, du willst was, das passt vielleicht nicht zusammen. Kann es helfen, die Beweggründe der anderen Person kennenzulernen?
Kann Hass dabei helfen, dass man sich besser fühlt?
Auf die Dauer richten solche Gefühle doch Schaden an!
Wem es bekannt ist, gehasst zu werden, der weiß auch, dass dieser Hass ein Echo hervorrufen kann. Wenn man sich dem Gehasstwerden nicht entziehen kann, was soll man dann tun?
Sonntag, 22. Mai 2022
Abgenommen
Nun is er weg! und mit ihm die geschätzten 400 Kilogram. Mein großer Keramikbrennofen. Nein, jetzt nicht mehr,
jetzt der Ofen.
Ich freue mich so sehr darüber, denn die, die jetzt um 400 kg zugenommen haben, sind auch so glücklich. Ha so soll es sein, finde ich: Der eine will etwas loswerden, der nächste braucht etwas, man einigt sich auf zivilisierte Art und hernach sind alle Beteiligten froh.
Eigentlich wollte ich eine Fotodokumentation über das belastende Ereignis machen. Der Fotoapparat lag bereit. Als mein Nachbar mit dem Gabelstabler auf unser Grundstück gefahren kam, hätte ich mit der Knipserei beginnen sollen. Da meine Merkfähigkeit merklich ausgesetzt hatte, wird es nun eine Erzählung. Den Gabelstabler konnten wir gut gebrauchen, denn vom letzten Ofentransport bis heute hat sich der Untergrund auf dem Grundstück verändert. Er ist mit dem Basaltsplitt zu nachgiebig, um einen belasteten Hubwagen darauf rollen zu lassen.
Der Gabelstabler ließ alles rundherum schrumpfen, als er im Garten stand, so ein riesiges Getüm ist er. Aber nicht nur riesig, sondern auch großartig. Mit ihm konnte mein tüchtiger Nachbar den Ofen vom Hubwagen in der Galerie in den Transporter auf der Straße heben. Schade, dass ich den Fotoapparat vergessen habe! Es ist das letzte Mal, wo mir so eine große Last abgenommen worden war.
In der Ecke, die der Ofen besetzt hatte, habe ich ein bisschen Zeug untergebracht. Es ist jetzt mehr Raum im Raum. Was wird wohl damit angefangen ....
Abonnieren
Posts (Atom)














%20Kopie.jpg)



