Mittwoch, 22. Juli 2026

Verantwortungslosigkeit


Verantwortungslos zu sein, das scheint mir gerade reizvoll. 
Heute, als ich mit diesem Bild beschäftigt war, kam mir der Gedanke, dass es fantastisch wäre, wenn ich mich einfach nur um meine künstlerische Arbeit kümmern bräuchte. Denn die macht mich froh! Und Froh-sein scheint mir das Erstrebenswerteste überhaupt zu sein.
Also:
Wenn sich das Haus selber putzen würde und ich außerdem noch Einladungen bekäme, meine Arbeit auszustellen. Wenn Geld aus geheimnisvollen, oder noch besser, aus offensichtlichen Quellen, den Weg auf mein Konto, bzw. in meinen Geldbeutel fände, ach wie wäre das wunderbar! 
Es ist wohl ein Allerwelts-Traum, aber er träumt sich gut 😂

Für die Inhalte meiner Werke würde ich natürlich immer Verantwortung übernehmen!



Ich muss noch Nägel in die Wand kloppen, irgendwo muss meine ausgeführte Freude trocknen und abbinden.

Montag, 20. Juli 2026

Pläne


Mit 14 Jahren hatte ich das Erlebnis, dass ich in der Schule eine Theaterrolle spielen durfte und das auch noch richtig gut konnte. Dadurch 
erfuhr ich Zustimmung ( scheinbar hatte ich das vorher noch nie so richtig erlebt, so offiziell ) so dass ich glaubte, dass das jetzt mein Lebensziel ist. Etwas später damals, nämlich als es für mich um Vorsprechen zum Schauspielstudium ging, kursierten viele Gerüchte darüber, dass man auf Aufnahmeprüfungen an Schauspielschulen Vergewaltigungsszenarien darstellen sollte. Das und vieles anderes schüchterte mich (und ich glaube berechtigt) massiv ein.
Aus ziemlich vielen und gar nicht so schönen Gründen ist dieser mein Lebensplan nicht aufgegangen und so stand  ich plötzlich ohne Visionen da. Und dann ging es in meinem Leben relativ schnell so, dass ich nur noch versuchte aus den Angeboten, (und das kann schließlich alles sein und nicht nur gut ), etwas schönes zu machen, was dann hoffentlich auch irgendwie mit mir zu tun hat.
Heute Abend hatte ich mal wieder einen Polieranfall. Schmuck und silberne Salz- und Pfefferstreuer aus Edinborough mussten geputzt werden. Ich mag es, Dinge zu pflegen, Türscharniere zu ölen, Pflanzen an den richtigen Platz zu räumen. Das mag ich. Wenn irgendjemand am Beginn meines Erwerbslebens an mir interessiert gewesen wäre, hätte ich vielleicht nie bildnerisch gearbeitet, nie mich in Malerei gestürzt und eine Keramikwerkstatt aufgebaut.  Ich hätte gerne Bestehendes gepflegt, um damit mein Geld zu verdienen.
Aber es ist dennoch Wirklichkeit, ich muss meine künstlerischen Ideen raushauen. Denn ohne dieses Wirken wird meine Stimmung unterirdisch. Und deshalb kann man schon davon ausgehen, dass in meinem Leben etwas passiert ist, was wirklich mit mir zu tun hat.
Silberne Salz und Pfefferstreuer vor keramischer Avocado


 





























Derzeit hat mein Gelderwerb-Arbeitsplatz Urlaub und meine erkrankten Hände erlauben mir eigentlich gar keine noch ausstehenden Arbeiten an meinem Haus zu erledigen. Mit Tricks kann ich aber die Pinsel halten und deswegen bin ich am Malen. Später dann mehr dazu.