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Samstag, 20. Juli 2019

Schwarzwild, gekämmt

Wassenach hält mittels einer hübsch gebogenen Umgehungsstraße, viele Reisende fern. Mögliche Besucher inbegriffen. Auf meinen Handkarten ist eine simple Zeichnung, damit man mich trotzdem findet und mit dieser kann ich den Umstand gut darstellen....



Die Umgehung nutzt fast allen Bewohnernhier im Dorf, denn der Verkehr rauscht auf der L113 vorbei. Allerdings ist unsere Ecke hier im Ort, trotzdem nicht so ruhig. Zwei Häuser weiter ist nämlich ein Landhandel angesiedelt und da kommen, natürlich besonders in der Erntezeit, sehr viele große LKW und Trecker vorbei. LKW parken gegenüber, um irgendetwas im Büro zu klären, Trecker  fahren hier vorbei, um oben am Silo die Ernte abzuladen. Deren Fahrer kommen nicht in meiner Werkstatt vorbei.😆"Versehentliche" Besucher gibt es, aber nicht, weil man etwa von der L113 aus erkennen könnte, dass es mich hier gibt. 
Das zu Ändern, wäre nicht schlecht. Hab ich auch schon mal versucht. Ist aber scheinbar schwierig.


Um wenigstens Fussgänger zu animieren, einmal bei mir herein zu schauen, haben wir einen Kasten gebaut, der innerhalb unseres Grundstücks angebracht ist. In dem könnte man, hätte er ein Schutzdach, Dinge präsentieren. Sowas wie die Krotzenhäuser, die ich hier mal vorgestellt habe uuuuund...

Hier befinden sie sich quasi noch im Embryonal-Stadium



...meine Rotte Wildsäue. Gestern gab es die Vorarbeit, heute wurden sie fertig gestellt. Um der Farbgebung etwas Raues zu verpassen, habe ich die Oberfläche der tönernen Wilden mit dem Kamm bearbeitet.




Jetzt heißt es natürlich, wie immer, trocknen lassen, weitere ofenfüllende Ob- jekte herstellen und zwei Brände durchführen, dann können wir sehen, wie so ein gebranntes Wildschwein aussieht.

Freitag, 29. März 2019

Verkürztes Wochenende

Heute ist das schönste Wetter. Die Vorhersage für das Wochenende ist nicht so prächtig. Aber das Wetter selber hält sich ja oft nicht daran. 





In der Keramikwerkstatt habe ich roten Ton aufgearbeitet und "Tupperdosen" gedreht. Weil ich Pech beim Trocknen, auch von besagten Dosen hatte, werden diese diesmal sehr langsam herunter ge-trockne(n)*t. Was da heißt, sie werden eingepackt, aber nicht dicht, so dass ein bisschen Luft zirkulieren kann. 
Das Mal-Atelier wird von einem schüchternen Kater bewohnt, der sehr stark auf Gerüche reagiert, weswegen ich wiederum ein bisschen schüchtern bin, was das Benutzen von Ölfarbe angeht.
Im Gewächshaus ist zur Zeit etwas zu viel Luft unterwegs. Der Sturm kürzlich hat an ungünstiger Stelle Scheiben herausgedrückt und deswegen sind sie noch nicht wieder eingesetzt. Dennoch habe ich schon zweierlei Saat ausgebracht, eingebracht. Wie auch immer, ich bin mit den Samentüten rausgegangen und dann ins Gewächshaus reingegangen und habe die Samen dann in den Boden rein getan. 
Unter den Fliedern bubbelt schon unser solarbetriebener Springbrunnen. Und da steht auch der "Bischofsstab", der hier abgebildet ist


Weil unser Garten klein ist, passt kleiner Schmuck gut rein. Dieser Funkelvogel hockte jahrelang auf einem Ast im Flieder. Der Ast musste jetzt weichen und so ist der Vogel umgezogen auf diesen Bischofsstab. 
Ich glaube da setze ich mich gleich noch mit einer Tasse Kaffee hin. Ehe die Sonne wieder weg ist..





* (das ist der Tipp)

Samstag, 17. September 2016

Tonleichen


Manchmal redet man sich völlig zu recht irgendwelche Tatsachen schön. Das ist dann notwendig, wenn einen die Wahrheit überfordern würde. Nachher kann man dann öfters seine Enttäuschung erleben. Aber für den Moment wars gut. 
Kurzer Rede langer Sinn, ich  hatte es wirklich für möglich gehalten, dass ich meine "Straf-tone" fast alle aufgebraucht hätte.
Nicht mit der Absicht mich zu Enttäuschen, sondern mit dem Willen mir einen kleinen Überblick zu verschaffen, (Betonung liegt auf klein) schaute ich endlich noch einmal genauer ins Regal, an seine heimliche Stelle. O! welch einem Irrtum ich doch erlegen war! Jetzt war also der Zeitpunkt gekommen, an dem ich es noch einmal mit Größe aufnehmen wollte. Denn große Werkstücke brauchen viel Material.

 
Ich bin ganz erstaunt, wie gut das geht. Lernen durch Zeit und Imagination. Ich habe mich schon oft verbessert, wenn ich mir die Zeit ließ Fertigkeiten sacken zu lassen, die ich mir noch einmal vorgestellt hatte.
 
Das gab ein gutes Gefühl

 
Diese Dinger werden speziell gestaltet. Sie sind meine Leinwände. Einen kera- mischen Malgrund zu haben, war für mich übrigens der Beweggrund das Frei- drehen auf der Töpfercheibe zu erlernen.

Montag, 18. Januar 2016

Wieder was gelernt

Aufbau zum Durchsieben von Glasur

Da ich meine Glasuren nicht so oft verwende, wie ein Töpfer, macht es Sinn etwas hinzu zu fügen, das das Absetzen der Glasur verhindert. Also bin ich beim letzten Materialeinkauf einem Hinweis gefolgt und habe mir Bentone gekauft. Ein anderes, orga- nisches Stellmittel (so heißt so ein Hilfsmittel) hatte ich vor Jahren be- nutzt, das verstarb nach einiger Zeit. Was gestorben ist, kann nicht mehr helfen. Ich will nicht sagen, dass dieser Satz für alles gilt, hier aber schon.
Den ganzen Eimers streiche ich durch das Sieb
Was mir empfohlen wurde, um meine Glasur am steinartigen absinken zu hindern, war nicht so billig, wie das andere Hilfsmittel, aber dafür un- sterblich. 




Was ich aber nicht beachtet hatte war, dass das Zeug aufquillt und sich daher, wie kleine ekelige Griesklümpchen in einer schlecht gerührten süßen Suppe, nicht mehr mit der Glasur vermengt. 

Also musste ich mein Glasursieb wieder zum Einsatz bringen. Denn dadurch musste ich nun die flüssige Glasur glatt streichen.





Vorteil ist, jetzt ist der kleine Grieselkram, der nicht in die Glasur gehört endlich einmal ausgesiebt worden. 
Nachteil war ja nu echt, dass ich meine ganze Zeit in die Glasur gerührt habe

Aber jetzt sind beide Glasuren glattgerührt und fertig zum Gebrauch. Die 1% Bentone, die man zum Glasurpulver dazu tun kann, sollte man besser vorher in Wasser aufrühren, dann gibbet auch keine Klümpchen.
Sieb sauber, bald auch wieder trocken, 
dann wieder ab auf´s Regal.

Montag, 31. August 2015

Auseinander und wieder Zusammen

(Ich werde jetzt noch ein weiteres Label hinzufügen, weil man meinen Post- titeln nicht entnehmen kann, wann sie einen Tipp enthalten.)



Wenn man eine Skulptur anfertigt, kann man sie einerseits direkt hohl aufbauen, man kann sie jedoch auch aus einem Klumpen Ton heraus mo- dellieren. Manchmal ist das einfa- cher. Macht man letzteres, hat man zum brennen viel zu viel Ton in dem Ding. Will man das Stück nicht bren- nen, ist es natürlich egal. (Obwohl man manchmal nochmal später im Leben auf die Idee kommt, etwas brennen zu wollen)
 





Man kann also eine Form erst grob modellieren und dann aufschneiden. Dann entfernt man in beiden Hälften den überflüssigen Ton und fügt die Teile wieder zusammen. Weil durch den Schnitt die feine Modellierung etwas "abbe- kommt", arbeitet man das Stück vor dem Aus- höhlen nicht so fein aus.

Montag, 1. Juni 2015

Die letzten Tricks



Um auf der Töpferscheibe etwas hinnehmbares herstellen zu können, braucht es reichlich Übung. Zu akzeptieren, das man viel Zeit einsetzen muss, um diese Technik überhaupt zu erlernen ist der erste Schritt. Hat man es geschafft dieses eigen- willige Stückchen Ton auf der Scheibe leicht zu zentrieren, möchte man üblicher Weise weiter kommen. 
Wenn man es dann geschafft hat, Stücke zu dre- hen, die so groß sind, dass sie schon ein bisschen gefährdet sind, beim herunternehmen von der Töpferscheibe, in sich zusammen zu schlabbern, kann man sich ganz einfach helfen: Dann legt man einfach ein Stück Zeitungspapier glatt auf die Öff- nung des Drehstückes auf. Das klebt am feuchten Ton fest und hält so den Rand in Form. Dadurch wird die ganze Arbeit stabilisiert.
Heute habe ich eine ganze Ladung "Strafton" verdreht. (Ich habe diese Art von Ton schon einmal erwähnt.) Im Moment fühlt es sich so an, als würde ich, wenn ich meine "Bestrafungen" abgedreht habe, nicht mehr viel auf der Töpfer- scheibe anfertigen. Deshalb habe ich meine heutige Arbeit nochmal zum Anlass genommen, einen Trick weiter zu erzählen. Mir ist viel zu häufig ein gewisser Wissensgeiz begegnet und ich kann nicht verstehen wofür der gut sein soll. Weil mir die Begegnungen damit wenig Freude bereitet haben, gebe ich meine Kenntnisse umso lieber weiter.
Aber was soll denn das wieder geben, was ich da gedreht habe? Diese Pötte hier sollen am Ende mal wieder zum Bepflanzen sein. Ich habe da letztens eine Oberfläche gemacht, die finde ich so krachermäßig schön, dass es mir einiger- maßen leicht fiel, diese Sache zu erledigen.

Freitag, 16. Mai 2014

Die Engobe im Einsatz


Lederhart herunter getrocknet sind die Schüsseln, die ich extra für diese Engobe gedreht habe, genau richtig für die Weiterverarbeitung.

Diese Arbeit mach ich gerne. Hab ich schon mal gesagt. Vielleicht, weil sie nicht so staubig ist?
Wenn man die Oberfläche einer ge- töpferten Arbeit mit Glasur oder En- gobe behandelt, sieht man nicht, wie das am Ende aussehen wird. Die Er- fahrung sagt einem, das es so und so aussehen wird. 
Hier bei dieser Engobe habe ich auch eine genaue Vorstellung.
Ein schönes Wochenende!

Freitag, 16. August 2013

Abdrehen und Henkeln


Nachdem die gedrehten Stücke auf die richtige Feuchte herunter getrocknet sind, kann ich sie abdrehen. Hier kann man ganz gut erkennen, dass das auch nötig ist. Sonst stünde dieser Becher hernach auf einem Plattfuß. Zur Information, man muss nicht abdrehen, man kann das Stück auch schon im ersten Arbeitsschritt fertig drehen. Aber mit dem Abdrehen kann man doch noch einen anderen Effekt erzielen.  Zum Beispiel kann man, so wie ich es hier gemacht habe, einen feinen Reif als Fuß drehen. Ich finde, dass das eleganter aussieht.


Oben links  kann man gut erkennen, dass man
beim Abdrehen Ton abträgt, liegen doch auf der Töpferscheibe Tonspäne herum. Mit Schlingen, Blechen oder anderen Hilfsmitteln nimmt man den Ton dort weg, wo man ihn nicht haben will. Rechts stehen die Rohlinge fertig zum Henkeln.  Und hier unten haben die Tassen das schon hinter sich.

Man kann Henkeln wie man klein-Geld hat; Es ist Geschmacksache. Natürlich muss die Verbindung zwischen dem rohen Scherben und dem Henkel perfekt sein. Ich weiß nicht ob einem das heute auch noch passieren kann, aber früher hatte ich mal von einem englischen, industriell gefertigten Steingutpott plötzlich den Henkel in der Hand. Mit der Tasse war es dann auch vorbei. Also die Technik ist sehr wichtig. Hier habe ich flache Henkel gefertigt, die sich ein wenig der haltenden Hand anpassen weil sie nicht einfach nur platt sind.

Freitag, 5. Juli 2013

Fliesen glasieren



Jetzt kommen die Glasuren zum Ein- satz. Die Transparente mußte ich erst einmal eine dreiviertel Stunde lang aufrühren.
Glasuren, die nicht benutzt werden, setzen  sich im Eimer unten ab.  Die transparente Glasur hatte das Wasser  so stark von den festen Bestandteilen geschieden, dass oben drauf das klare Wasser lag. Die ruhende Glasur wieder in Bewegung zu bekommen, brauchte schon etwas Einsatz.

Heute jedenfalls, sollen die Fliesen und die zwei Skulpturen da links trans- parent glasiert werden. Alle diese Arbeitsstücke werden in die Glasur getaucht.

Jetzt sehen alle Fliesen weiß aus, denn sie sind glasiert. Die Farbe erscheint aber wieder, sonst hätte ich mir wohl nicht so viel Mühe mit den Engoben gemacht. Die Rückseite ist abgewaschen, damit die Fliesen im Ofen nicht für immer festbacken. Die Luftbläschen, die in der Glasur waren, sind auch verstrichen. Jetzt muss nur noch die Glasur trocknen und dann :Ab in den Ofen.

Donnerstag, 4. Juli 2013

Glasuren klar machen


Meine Glasuren habe ich gefunden. Die transparente Glasur ist quasi versiegelt. Mit der glasiere ich die Fliesen.
Mit der Weißen werde ich die meisten Sachen glasieren. Dann schauen wir mal in den Glasureimer mit der weißen Glasur: Na, das sieht ja interessant aus!
Das sind also zwei Jahre Glasur im Eimer! Wirklich im Eimer aber doch nicht im Eimer. Links ist die Glasur schon ganz trocken. Den Rest werde ich dann wohl auch auf der Gipsplatte zum durchtrocknen verteilen, denn diese Glasur kann man besser ganz neu aufrühren. 


Und was macht die Spülbürste da auf der Kraterlandschaft? 
Die ist ein freundliches Hilfsmittel, nicht dazu ersonnen Glasuren aufzurühren, jedoch bestens dazu geeignet.





Freitag, 21. Juni 2013

Ton aufarbeiten für einen Tisch mit Fliesen




Zu Ausstellungszwecken könnte ich einen kleinen Beistelltisch mit Fliesen bestücken.
Beim aufräumen, umräumen und wegräumen geriet mir räumenderweise eingetrockneter Ton in die Quere, den ich hervorragend für mein Fliesenprojekt gebrauchen kann, weil er recht grob schamottiert ist. 
Das hilft gegen die Verformung  der Fliesen. 



Also als erstes das Material ordentlich durchtrocknen.








Wenn der Ton schön trocken ist, sprengt das Wasser ihn regelrecht auseinander. Ich finde das faszinierend. Nach einer Weile gibt das dann einen schönen Brei.




Der wird jetzt zum trocknen ausgebreitet. Da wir ja hier nicht so zuverlässig trockenes Wetter haben (haha), ist eine Gipsplatte für diesen Vorgang von Vorteil, denn sie zieht das Wasser aus der Pampe heraus.
Eine Nacht und schon ist der Brei trocken genug um ihn mal durch zu kneten.
Will man Ton kneten, sollte man es nicht so angehen, wie wenn man Teig knetet. In den Ton gehört nämlich keine Luft hinein.