Samstag, 17. Oktober 2026

...und Aussortieren

 


 
Nachdem ich kürzlich schriftlich darüber nachdachte, 
dass man die Dinge erst einmal ruhen lassen sollte, 
eh man sie entsorgt, bin ich heute beim 
Denn dadurch, dass es in meinem Haushalt einen 
kleinen Kaminofen gibt, ist es mir wieder möglich, Skizzen, Zeichnungen, Malereien mit Kreide, 
Ölkreide und Aquarell unwiederbringlich zu 
vernichten.
 
 
 
Als ich das erste Mal in der Eifel lebte, das war, nachdem ein Plan zerplatzt 
war und ich bei meinen Eltern notuntergekommen war, verbrannte ich im 
sehr großräumigen Grundofen der Webwerkstatt meiner Eltern, Berge von
bearbeitetem Papier. Das ist fast vierzig Jahre her. Wenn ich das bedenke, 
bin ich immer noch erleichtert; man schleppt soviel Zeug durch sein Leben.
 

 
Mein Vater schaute seelenruhigdabei zu, ich denke, ihm war diese Art von Tabularasa vertraut.
Keine Ahnung, ob da nicht auch interessantes in Rauch verwandelt wurde.
Beim letzten Feuer ist das jedoch mit Bestimmtheit von der Hand zu weisen.
Aber im Gegenteil zu damals ist die Erleichterung auch nicht besonders groß. 
Dies Bild nur, weil Feuer schön ist und vielleicht, weil ich diese Feuerschale, lange nicht benutzt hab.

 
 

 
P.S.: Habe ein neues Computergerät und musste mich damit vertraut machen. Davor scheute ich mich angemessen und meinem Alter entsprechend.