Sonntag, 26. April 2020

Fliege nervt

Die Elstern hatten es mir angetan. 

 
Hatte ich erzählt. Ist auch immer noch so. Letztens kam eines der Gefährten und stibitzte erlaubter Weise, sich aus unserem Futterhäus~chen eine Deli- katesse. Damit flog sie dann zu ihrer Partnerin, wie ich annehme um sie zu umgarnen. Das funktionierte prima, wie auf dem Nachbarbaum der Stiel- eichen-Pappel zu sehen war. (An dieser Stelle herrscht Diskretion.)
Wenn man an einer Futterstelle höchsten Türkentauben gewohnt ist, ist eine Elster schon ein riesiger Vogel. 

Türkentaube, ein seltener Gast
 
Ist sie nicht wahnsinnig schön, die Schöne? Nachdem sie an unserem Futterhaus war, musste ich mich doch einmal über die Tauben in Deutschland kundig machen. 
Das ist doch gemein: Es gibt eine bekannte, ungeliebte Taubenart, die bei uns  "Straßentaube" genannt wird. Na hör mal! Das ist aber nicht fair, finde ich. Kann die denn was dafür? Ich weiß, ich bin ziemlich allein mit meiner Empörung, werden sie doch auch Ratten der Lüfte genannt. 
Genug der Abschweifung, ich bin bei den Elstern.  Im übrigen auch von vielen Menschen nicht gemocht. Hatte ich das schon gesagt? Irgendwo bestimmt.


Obwohl ich in der Kera- mik-Werkstatt mitten in der Arbeit stecke, musste ich auch davon abschwei- fen. Umstände zwangen mich das Büro auszuräu- men, die Wände zu weißen, einen Teil schon mal wieder hinein zu räumen, um den Rest rauszuräumen damit ich den Wandrest streichen kann. Das alles dient am Ende dem Überblick.

 Es ist aber genaugenommen mindestens eine Baustelle zuviel.




....ach ja, es ist so sommerlich, dass eine dicke Fliege jetzt hier oben ins Haus gekommen ist, um außer Reichweite des Katers, mit Megaphon durch die Lüfte zu summen.....

DAS nervt

Dienstag, 21. April 2020

Zur Ablenkung was erzählen



Der Granatapfel ist eine wunderschöne Frucht. Das Bäumchen, auch sehr schön, habe ich vor 31 Jah- ren aus Granatapfelkernen gezogen hatte. Noch steht es im Treppenhaus. Eigentlich ist es sehr robust. Aber ich möchte eben nichts riskieren! Dieses Frühjahr habe ich nochmal ein paar Granat- apfelkernchen gesät. Es ist so ein bezauberndes Sommerbäumchen; vielleicht kann ich jemanden damit beglücken.


Diesen großen Teller habe ich mit Granatapfel bemalt. Ist ein schönes Thema, als Dekor.


 
Der tönerne Schmuck-Präsentations-Granatapfel sieht ganz schön granatapfelig aus. Deswegen habe ich ihn mal auf die Obstschale gelegt. Nicht essen, wirklich nicht.

Heute mal Granatapfel und nicht Corona.😷 Einverstanden?

Donnerstag, 16. April 2020

Tassen mit großen Ohren



Ich hatte mal einen Kontakt in die Niederlande und die Niederländer sagen zu den Henkeln ihrer Tassen: "Ohren". Ich kann damit sehr viel anfangen. Eine Freundin von mir, liebt meine Riesentassen mit den großen Griffen sehr. Weil Tassen, 
die man mag, am Alltag gerne zer- schellen, ist es meine Aufgabe für Nachschub zu sorgen.

Ich hätte niemals so große Tassen gemacht, wenn nicht ein Verwandter nach einer langen Nacht, eine Beschwerde über die zu klein geratenen Tassen in unserem Schrank gemacht hätte. So kommt es, dass auch ich große Tassen mache und die kommen sehr gut an. 
Aus meiner Perspektive sind große Tassen allerdings Eimer. Aber ich bin ja auch recht klein gewachsen.
Die neuen Rohlinge warten mit ihren großen Lauschern nun auf die zwei notwendigen Brände und dann kann man ja sehen, ob Corona wieder die Leute bei mir einlässt.


  

Dienstag, 24. März 2020

Planen und sehen, was draus wird



 
Derzeit arbeite ich für
einen Markt. Üblicherweise
nehme ich an Märkten gar 
nicht mehr teil. Vielleicht
kommt es auch diesmal 
so, schließlich steht derzeit 
alles auf tönernen Füßen: 
Also auf ungebranntem Ton, 
der auf Belastung mit 
Nachgeben reagiert.



Obwohl ich auf eine nun fast schon unwahrscheinliche Veranstaltung (Covid lässt grüßen) hin arbeite, gelingt mir die Arbeit dafür ganz gut.

Blick auf den gleich beschriebenen Baum, in dem man im Wipfel die Elstern-Baustelle erkennen kann



Mich inspirieren dieses Jahr die Elstern, die dieses Jahr ihr Nest in die Pappel gegenüber, die eine Stieleiche ist, hineinbauen. Ich finde, es sind wunder- schöne Vögel. 



Diese Arbeit befindet sich im Rohzustand und wird sich ganz verwandeln. Die Farben erwecken derzeit einen ganz anderen Eindruck. Weil das so ist, ist es immer noch spannend, den Keramik-Ofen nach dem letzten Brand zu öffnen.

Mittwoch, 26. Februar 2020

Da wo man nicht "eigentlich" sagt


...und auch nicht "man".
15.2.2020 die Nahe, nahe bei Bad Kreuznach

Da komme ich gerade her, nämlich aus einer psychosomatischen ReHa.
Und was sagt man da dann? "Da sag ich nicht eigentlich." Immer noch nicht. Warum? Da muss doch dahinter zu kommen sein. Also ein Zitat aus dem deutschen Duden:

ei·gent·lich1
/eígentlich/
Partikel
  1. 1.
    verstärkt oder relativiert besonders in Fragesätzen eine gewisse Anteilnahme, eine vorwurfsvolle Äußerung eigtl.
    "wie heißt du eigentlich(überhaupt)?"
  2. 2.
    nebenbei bemerkt, übrigens, was ich noch sagen wollte eigtl.
    "kennen Sie eigentlich diese Malerin?"
     
     
Wollte nachschauen, wo hier der geistige  Inhalt liegt, der in der Psychobox   (im psychologischen Gespräch in der Reha) es fraglich erscheinen lässt,  solche Sätze wie:
 "Eigentlich ist mir das Bild in der Reha ganz gut gelungen!" 
zu sagen.
Übersetzt: "Was ich noch sagen wollte, das Bild ist mir ganz gut gelungen." 
Das ist nicht klar genug?
Und ist es nicht freundlich, den Vorwurf mit diesem Wort etwas zu entkräften 
"Hey du da, was willst du eigentlich, das Bild ist doch ganz gut gelungen!!!!" 
Naja, so schlapp ist der Vorwurf auch wieder nicht!!!



Dass es Sinn macht, das Wörtchen "ich" zu bemühen, wenn ich mich selber meine, da bin ich dabei. Aber eigentlich ist eigentlich doch ein recht beredtes Wörtchen.

Um mal zur Sache zu kommen, eigentlich melde ich mich hiermit zurück.


 
 

Freitag, 20. September 2019

Sonnenblumen


Sind auch Sonnenblumen als Motiv out? Normalerweise entscheiden soetwas die Kunstkritiker. Sie entscheiden über das, was der Betrachter ihrer Meinng nach, von einer Darstellung halten soll. 
Mir ist das egal; für mich sind sie es nicht: out, die Sonnenblumen.
Natürlich haben auch andere Künstler schon Sonnen- blumen gemalt. Danach haben die Sonnenblumen aber weiterexistiert und noch immer stehen sie auf unseren Feldern. Und bei mir und anderen in der Vase. 


Und sie haben mich total angemacht, weswegen auch ich jetzt Sonnenblumen male.  Normalerweise male ich das menschliche Gesicht, in allen Formen und Stimmungen. Gerade aber gefällt mir, dass Sonnenblumen kein Gesicht haben. In der Vase wollen sie nichts. Sie sind so freundlich eine Weile, trotz, dass sie ihrer Wurzeln beraubt sind, weiterzublühen. Sie werden nicht mehr von Bienen besucht und bilden keine Frucht mehr aus. Sie sind nutzlos und nur noch schön. Und genau das lieben wir. Sie sind schön in allen Stadien ihres Erblühen und Verwelkens. Ganz frisch hatte ich sie oben auf unserem dörflichen Blumenacker erworben. Die Knospen zeigten schon ein paar neugierige Blütenblätter. Nun gehen die Blüten immer weiter auf, während das Laub schon zu welken beginnt. Dann wird das Laub ganz gelb, aber hält noch die Form, während die Blüten sich kraftvoll ausbreiten....





Freitag, 13. September 2019

Präsentation

Zur Präsentation kann man sich reichlich Gedanken machen. Auf kleinem Raum kann es dann aber schnell sein, dass eine Idee doch nicht so praktikabel ist und wieder verworfen wird. Unser akutes Verwerfen habe ich fotografiert. Es wurde ein Wegwerfen.



Die haben sich schon gut gemacht, diese Papierunterarme. Meine Armbänder kamen darauf gut zur Geltung. Aber da ich sie nur am Tag des "Offenen Ate- liers" aufstellen kann, kommen sie jetzt in die Tonne.

Da sehen sie noch ein letztes mal hübsch aus...