Donnerstag, 20. August 2015

Vom Frosch zur Kröte und wieder zurück

Der Frosch für die "Sprudelabtei- lung" braucht etwas länger. Wäh- rend eines Stadiums seiner Entsteh- ung erinnerte er mich doch sehr an vergangene und traurige Zeiten. Früher hat sich nämlich niemand um die jährliche Krötenwanderung ge- schert. Und so klebten einmal im Jahr die Kröten tot auf den Stra- ßen. Nach einer Weile waren sie dann zu besonderen Rosinen gewor- den und man konnte sie als Dekora- tion benutzen.

Nein, ich war das nicht! Wir hatten nämlich noch ein privates Kröten- horror-Szenario: Bei uns war es so, dass wenn wir nachts nach Hause kamen, wir immer leise über die rückwärtige Kellertreppe ins Haus schleichen mussten. Und da meine Eltern sparsame Menschen waren, brannte dort kein Licht. Dafür saßen aber oft die Kröten auf den feuchten kalten Stufen. Ich bin nie auf eine getre- ten! Es hätte aber geschehen können und das war mein Albtraum.

Mein Wasserfrosch hat da ja jetzt ein seltsames Intermezzo ausgelöst. Er ist jetzt erst einmal fertig. Bis er wieder fertig gemacht werden muss.

 





Trocknen, kann ihm  als Amphibie eigentlich überhaupt nicht gefallen. Jedoch, hat er zwei Brände überlebt, kommt er ins Wasser. 
Und außerdem, er ist nur ein Klumpen Ton!

Mittwoch, 19. August 2015

Glas, Gläser, am glasesten

Glas ist ein Material, das ganz nah dran ist an der Keramik. In dem Wörtchen Glasur, ist es sogar schon enthalten. In dem ollen Gurkenglas, da oben auf meinem Werkstattregal, sind ganz viele bunte Glasscherben. Mein Mann ar- beitet schon mal mit bunten Gläsern und das sind die Reste. Ich dachte mir immer, damit könnte man doch sozusagen malen. Es gibt eine Glasbearbei- tungstechnik, die nennt man Fusing. Dabei werden Gläser aneinander oder auch ineinander geschmolzen. Ich habe das jetzt mal ausprobiert. Und das Glas konnte in der Hitze gar nicht anders, es ist geschmolzen. Ich, nachdem ich es aus dem Ofen holen konnte, auch.


Es ist noch nicht perfekt.


Aber es ist trotzdem schön.
Da oben auf dem Regal steht auch noch ein Emailleofen. Da geht es auch um Glas. Mal sehen, ob ich dazu nochmal komme. 

Ich habe es bestimmt schon mal erwähnt, nur malen und mit Ton arbeiten, das habe ich so gemacht, um mich, während der Zeit, in der ich meine Kinder groß zog, nicht total zu verzetteln. Jetzt sind die Kinder erwachsene Menschen und ich kann mich wieder von reizvollen Materialien anspringen lassen.



Donnerstag, 13. August 2015

Keine Ahnung, wie ich diesen Post nennen soll.


Das Wetter, wie ein Ofen. Da dachte ich, kann ich gleich auch den Keramik- ofen anmachen. Schrühbrand/Trockenbrand steht an. Und es ist wieder soo spannend. Probestücke sind darin. Also der Beginn und das Ende einer Test- reihe. Weil es so schön heiß war, habe ich auch gleich noch einen Kuchen ge- backen. Sehr schlau. Aber lecker.
Im Garten war ich auch unterwegs. Um Ton zu bearbeiten, um Wäsche aufzu- hängen und fast sofort wieder abzuhängen und unser bisschen Nutzgarten zu bestaunen. Weil der Kürbis ganz viele Früchte angesetzt hat, nämlich. Außer gießen tun wir eigentlich nichts dafür, stolz sind wir trotzdem.


In der Ecke unseres Pavillons steht ein Tischchen und darauf das Huhn was ich vor geraumer Zeit einmal angefertigt habe. Gleich daneben habe ich heute meinen Ton bear- beitet. Auch wenn es in der Werk- statt jetzt eine Wohltat ist, ich kann doch das heiße Wetter nicht ver- streichen lassen ohne meinen Kör- per hinein gesetzt zu haben. 
Letztens hat jemand dieses Tonhuhn abfoto- grafiert, da musste ich das auch mal tuhn.


Heute abend gibt es nochmal Sternschnuppen zu bestaunen. Wenn es dunkel ist. Ich habe fest vor, welche zu sehen.

Montag, 10. August 2015

Fische im Brunnen

Hatte ich doch letztens unser Mini-Gewässer auf unserer Terrasse vorgestellt, muss ich doch noch erzählen, was das für Folgen hat. Schon mal länger habe ich einen sprudelnden Gartenteich zu entwer- fen vorgehabt. Weil ich für unsere Balkonpfütze so- gar eine kleine Sprudelpumpe besorgt hatte, fiel mir diese, lange in den Gezeiten meines Gehirns versun- kene Idee wieder ein. Also will ich mal  etwas  für mehr Wasser gestalten. Zwei tönerne Fische habe ich schon geformt. Sie sehen ganz gut aus. Aber da will ich doch mal eben diesen Rotbarsch hier unten zeigen. Den haben wir gestern dankbar verspeist. Ist er nicht wunderschön. Sollte es Gott geben, so muss er Künstler oder Kunsthandwerker sein. Schaut euch nur diese wunderschöne Kieme an!

 Eine vage Ahnung,
wie ich das Dingen,
also das Wasserspiel
am Ende aufbauen will
habe  ich schon.

Wasserspucken 
soll ein Frosch.
 Obwohl das Hinterteil
im Wasser hängen soll,
wird es noch ein bisschen
ausformuliert.
Wenn er nicht wegläuft,
der Frosch,  kommt er
Beizeiten zum Einsatz.



Sonntag, 2. August 2015

Ein gutes Gefühl

Von unserem Einbruch hatte ich ja erzählt: dem Einbruch des Wassers. Da das so wenig Spaß gemacht hat, hatte das zur Folge, dass wir hier unheimlich viel 
unternehmen mussten und müssen. 
Da ist zum Beispiel diese undichte Werkstatttür.

Die soll jetzt ausgetauscht werden. Damit 
weder Wasser, noch Pflanzen, noch Tiere,
 unten durch, in meine Ausstellung können.

Hier liegt gut verpackt die neue Tür.



 An der Verankerung ist ein Brocken Wand hängen 
geblieben. Aber jetzt ist die Zarge raus.
Die Neue steht bereit und ist auch


  bald schon in die Wand eingelassen.
 Nachdem nun alles geschehen ist, noch ein Blick von innen auf diese Neuigkeit.


Hach, ich freue mich so. Die Werkstatt klingt ganz anders mit der neuen Tür. Und das sieht so guuuut aus! Neues Licht kommt herein. Ich bin ganz happy.

Donnerstag, 30. Juli 2015

im Dunkeln funkeln


 

Letztens war ich in einem Baumarkt und habe eine Glasigkeit entdeckt, die mir sehr gut gefallen hat- te. Aber weil ich sehr gut an schönen Dingen vorbei gehen kann, ließ ich sie liegen. Wo sollte ich die denn auch unterbringen? 




Dann aber besuchte ich eine Freundin und die hatte sich etwas effektiver von den kleinen gläsernen Lichtbooten bezaubern lassen. Und so kam es, dass ich beschenkt wurde und  nun die Verantwortung hatte, Wasserlichtgläser und Wasserpflänzchen zu versorgen. Also besorgte ich eine Bütt*. 
 
Es ist noch ganz früh am Tag, aber langsam erhellt sich schon der Himmel, so dass man das Himmelsblau reflektiert sehen kann.








Die nietenagelneue Bütt sah aber so kahl und so blank aus, da musste doch noch etwas geschehen. Da fielen mir meine Reliefartigen Lurchfliesen ein.  Juppie, eine hübsche Verwendung.



















Und hier noch ein Kater. 
Ein echter, der es  verlockend fand, 
beleuchtet aus diesem Katzenschälchen zu trinken.

* Die Bütt, das ist die Wanne auf Kölsch

Montag, 20. Juli 2015

Kuckuck

Ja, uns gibt es noch. 
Vieles ist in Arbeit und einiges in Planung. Da kann man noch nichts von zeigen. 

Die Wettervorhersage für unsere Region ist so wackelig, wie schon das ganze Jahr, will mir scheinen. Wir hatten knalligen Sommer, das ist für mich das Beste. Dann wieder versteckt sich die Sonne hinter den Wolken. Un- serem Garten gefällt das Klima, alles gedeiht darin. Mei- nem Kräuterbeet fehlt, glaube ich, kein Kraut mehr, das ich liebe. Letztes Jahr habe ich einen Kräuteressig ange- setzt. Dieses Jahr kommen nochmal ein paar frische Kräuter hinzu. Wenn der Sommer sich verabschiedet, haben wir die Aromen des Sommers in Essig und in Öl.



Ich liebe die Optik dieser aromatisierten Flüssigkeiten. Es erstaunlich wie stark sich die Aromen auf Essig und Öl übertragen. Wichtig ist beim Ansetzen immer Sauberkeit und dass die Kräuter wirklich trocken sind. Um die Mittagszeit ge- erntet sind sie geschmacklich am stärksten, da die ätherischen Öle sich zu die- ser Tageszeit anreichern.