Freitag, 8. Februar 2019

bemaltes und unbemaltes

Mein Plan, dass am Ende meines Lebens nur brauchbares vorzufinden sein soll, wird schwierig einzuhalten. O la la, sehr schwierig! Aber ich bemühe mich.

Um Ordnung in die blanken Papiere zu bekommen, musste ich mich auch über all meine Zeichen-, Skizzen-, Aquarell-, Pastell-Blöcke und Skizzen-bücher hermachen und nachschauen, was darin so alles enthalten ist.

Was gut ist, oder weiterführend, kommt in die Mappe, der Rest auf den Müll. Ich liebe diese Entsorgungs-Haufen. Meine schwarze Mappe kann jetzt ruhig jeder einsehen, da ist mir nichts peinlich. Und dann war da noch diese olle, dick gewölbte Herlitz-Sammelmappe, in der vor mehr als dreißig Jahren mein Bru- der seine Aquarelle aufbewahrte, wie ich eben lesen konnte. Was ist da wohl drin? Keine Ahnung. Überraschung, Überraschung! 






Da sind bergeweise Bilder von meinen Kindern drin. Als ich klein war, hatten wir Enkelkinder bei meiner Omi sogar eine eigene Galerie. Als meine Omi vor 23 Jahren starb, fanden wir ihre Sammlung noch vor. Das hat uns sehr berührt. 


Meine Kinder haben richtig coole Sachen gemalt, im Laufe der Jahre!


Ich finde sie regelrecht inspirierend!


So genau weiß man ja nicht, was in einem Kinderherz, einem Kinderkopf so vorgeht. Erst recht nicht, wenn alles schon lange her ist. An manchen Bildern kann man sehen, dass bei uns nicht alles in Ordnung war. Das war doof für uns alle. Gut finde ich, dass die Bilder Zeugen sind. Wir haben nur unser, dieses Leben und ich finde, Lügen helfen nicht, oder doch nur vorübergehend.


Aussortieren ist bei solchen Sachen nicht ganz einfach. Aber da die Arbeiten sehr viele und sehr unterschiedlich waren, fiel es mir dann doch nicht allzu schwer, eine Auswahl zu treffen. Sehr leicht auszusortieren waren natürlich diese schrecklich unkreativen, von kunstentfernten, katholischen Kinder-gärtnerinnen vorgestanzten Ausmal-anklebe-ausschneide-Bilder und -Pappen; tut mir ja auch leid.  

Jetzt ist Platz, da kann man wieder was arbeiten. Im Moment noch viel in der Keramikwerkstatt, weil ich da gerade diverses bebrütetes schlüpfen lasse.🐣

Mittwoch, 6. Februar 2019

Schöpfungsgeschichte

Wenn ich an meinen Skulpturen arbeite,
könnte mir der Gedanke kommen, es
hätte tatsächlich einen übermächtigen
Schöpfer gegeben, der uns Menschen
aus Ton gefertigt hat.



Wenn man ein Gesicht formt, drückt 
man vielleicht dort ein Loch rein, 
wodurch da dann ein Nasenflügel 
entsteht. Hier macht man eine 
Kerbe hinein,  wodurch sich die 
Form der Oberlippe  bildet.

In das Kinn einen Blötsch gedrückt,  schiebt das Material für die Unterlippe hoch. Und so weiter. Es ist faszinierend.


Ich tobe mich derzeit an kleinen weiblichen Skulpturen aus. Sie sind die Streiterinnen für das Recht jeder Frau auf ihre individuelle Figur. Das ist ein göttlicher Spaß. Das Schöne nebenbei,  ich kann jedes Styling ausleben, dass meine Spaghetti-Locken, die derzeit eher ein Spaghetti-Rasen sind, nicht hergeben. Hier drüber die, hat zum Beispiel diese herrliche Bällchenfrisur, wie sollte man sowas für den eigenen Kopf wohl machen?

Sie hier, hat eine Knoblauchpresse-Strubbelei auf dem Kopf, das könnte man
vielleicht noch mit Dreadlocks hinkriegen...


.
 

Donnerstag, 31. Januar 2019

Ach Schnee



Es sieht einfach
so schön aus,
wenn alles mit
den weißen
Schnee-Laken
abgedeckt ist.
Alles ist aufgeräumt
und ich hab
nichts dazu getan.
Gestern hätte ich
mein Auto in
die Werkstatt
bringen sollen.
Aber der
Schnee hielt
mich davon ab.
Der Effekt:

Ein weiterer Tag
nur in der
Keramik-Werkstatt.


Aber nebenbei habe ich immer wieder ein paar Fotos von unserem Schneeaufkommen gemacht.  Die will ich jetzt hier loswerden. 



  Zum Beispiel; schwarzer  Kater im Schnee. Ich finde das Foto herrlich, wahrscheinlich weil  nicht der ganzen Kerl drauf ist. 
Die richtig schicken Schneefotos muss jemand anderes machen. 


Heute kam noch mehr Schnee dazu. Also noch ein Bild von diesem konzentrationsfördernden  Zeug. Morgen ist vielleicht alles schon wieder weg.

Das wäre schade, war ich doch so sensationell produktiv.  Davon ein ander Mal mehr. 

Dienstag, 29. Januar 2019

Technik ahoi

Mein Laptop hat den Dienst quittiert. Hier
also die letzte Meldung im Januar, mittels,
das erste Mal, meines Smartphones. Wer
hätte das gedacht? Ich bestimmt nicht...
Im Gegensatz zu meinem Laptop hatte
nur etwas grippiges.
Nach einer Krankheit, ist Arbeiten einfach herrlich!
Heute hat mich den lieben langen Tag, die Keramik-Werkstatt gesehen und ich war sehr effektiv. Auch das ist schön.


Da ich nicht überprüfen kann, wie die Bildqualität ist, nehme ich es , wie es kommt.
(Die Bilder kommen vom Smartphone!)

Ich freue mich schon auf morgen, aufs Weiterarbeiten!


..hieran gibt es noch viel zu tun.

Freitag, 11. Januar 2019

Gabriele Münter

Gestern abend wollten wir die weltstädtischen Öffnungszeiten des Museum Ludwig in Köln nutzen und die Gabriele Münter-Ausstellung ansehen. Vor ein paar Tagen noch, konnte man im Internet die Information finden, dass das Museum Donnerstag bis 20 Uhr geöffnet hätte. Das freute uns, weil unser Wochenende schon verplant ist. Und da wir informiert waren und nicht besonders misstrauisch sind, schauten wir nicht noch einmal nach und fuhren gestern abend hin. Pünktlich, um auf das hauseigene Klo zu gehen, kamen wir um sechs Uhr an, denn da wurde gerade geschlossen. Schade, schade. 
Die Ausstellung ist täglich noch bis Sonntag 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Am Rhein fanden wir ein nettes Lokal, in dem uns ein wirklich guter Kakao serviert wurde. Ansonsten ist es auch schön, ab und wann in Köln zu sein. Außerdem hatte uns mein Wissen über Neben- und Nebennebenstrecken vor längeren Staus bewahrt.



Dieser Ausflug hat scheinbar meine Phantasie sehr angeregt. Heute Nacht träumte ich etwas bezauberndes. Und zwar fand ich in meinem Küchenbuffett lebende Miniatur-Tiere vor. Zunächst sah ich nur die zwei schwarz-weißen Füchse. Wahrscheinlich inspiriert, durch ein Foto einer Handarbeit von mir, das ich gestern beim Archivieren kurz gesehen hatte.




Aber dann fand ich in jedem Fach Tiere vor. Kleiner als meine Hand stand ein indischer Tiger darauf, ohne dass er mich biss!!! Das fand ich im Traum ganz erstaunlich. Ein Löwe war auch dabei und ein ganzer Stall (Küchenschrank) voller wilder Tiere.


Waren das vielleicht unsere neuen Katzen, die mich zu diesem Traum inspirierten????  

Montag, 31. Dezember 2018

Zeit und Ziele



O, o, o, es neigt sich,
neigt sich rasant 
dem Ende zu; das Jahr.  
Ich habe an dieser 
Zeichnung mit dem 
Bildbearbeitungsprogramm 
herum gewerkelt. 
Jetzt sieht  es ein bisschen
verschneit aus. 
Mir gefällt es, unterstreicht es 
doch meinen Gedanken,
dass man ein klares Ziel haben,
der Weg dahin aber recht 
nebulös sein kann.



Es geht also zu Ende, das Jahr, dass sich für mich wie zwei anfühlt. Viele Leute nehmen sich für das neue Jahr irgendwelche Sachen vor. So etwas schwieriges, wie "mit dem Rauchen-aufhören" zum Beispiel. Oder, jetzt nach Weihnachten, weniger Süßes zu essen um, ha, auch noch ein paar Pfunde zu verlieren. 


Ein Ziel zu verfolgen ist eine gute Idee. Es kann auch ein schwieriges Ziel sein. 


 


Sicher erreicht jeder auf eine andere Art sein Ziel. Aber ich bin der Meinung, man sollte nicht zu streng zu sich sein. Das erschöpft.
Mit Tusche behandle ich gerade das Thema Traum/Ziele. Dabei verbinde ich Elemente, die meine Freundin sehr liebt. Es hat sich so ergeben. Irgendwie bin ich auf den Baum gekommen. Im Gegensatz zu meiner Freundin kenn ich mich mit Bäumen nicht so gut aus. Bei mir dauerte es nur knapp zwanzig Jahre, bis ich entdeckte, dass die Pappel dahinten eine Eiche ist. Meine Freundin meinte, ich hätte sie blos mal fragen müssen,- aber was gab es da zu Fragen, für mich war es eine Pappel.


Meine Bäume sind der Einfachheit halber reine Phantasie.






Das Ziel zu erreichen, liegt nicht allein in eigener Hand. Aber auf dem Weg dahin, kann einem viel interessantes und schönes passieren. Naja, und das andere auch... Am Ende kann es einem so gehen, dass man das Ziel gar nicht mehr will, oder man feststellt, dass es absolut für nix und niemanden erreichbar ist.  



Jetzt ist aber gut. Genug damit, genug mit Zweitausendachzehn, Schluss!!!

Ich wünsche allen Menschen ein lebendiges neues Jahr, mit gelebter Liebe und Anteilnahme, mit Platz zum Leben und Lebensspendern, wie Freude und Nahrung.    Und Frieden!!

Dienstag, 18. Dezember 2018

Auf den letzten Drücker

bekomme ich diese Tassen doch nicht fertig. Einen kleinen Ehrgeiz hatte ich diesbezüglich entwickelt, denn die drei von links wären gerne unter dem Weih- nachtsbaum gelandet. Ja, ich kann also auch Sachen auf Bestellung machen. Nur solche, die wie meine Arbeiten aussehen, versteht sich. Aber wenn man sie zu einem bestimmten Zeitpunkt haben will, muss man bei keramische Arbeiten beachten, dass sie einen längeren Zeitraum zum Trocknen brauchen, dass Glasieren und Bemalen auch seine Zeit braucht und dass man einen Brennofen nicht nur mit ein paar wenigen Werkstücken darin brennt. Also muss noch mehr gearbeitet werden. Soweit die Tatsachen.

Wer akut was von mir will, kann immerhin noch auf meinen nicht gar so kleinen "Fundus" zurückgreifen. Schau´n wa ma, wat wa da so ha´m.... 
Zum Baispiiieeel:

ein paar Schnapsgläser mit Schmetterlingen im Bauch..
Die Gläser habe ich mit einer Graviermaschine bearbeitet. Das gibt es von mir nicht nochmal!


Und hier zum Beispiel ein blaues Keramikarmband....  Armbänder sind in vielen Farben vorhanden.

Und dieses freigearbeitete Schälchen gibt es, wenn man will, sogar im Set.

Bis zum 21. Dezember kann man noch in meiner Werkstatt stöbern kommen.