Mittwoch, 13. Juni 2018

Die Werkstatt macht Urlaub

Eben noch hatten wir was anderes gedacht. Nämlich, dass es gewiß nicht das Wetter ist, das uns nach Corfu treibt. Jetzt aber ist es nicht nur wolkig, sondern auch richtig frisch. Vorgestern noch war der Tag ganz hell, weil die nasse Luft das Licht so stark reflektierte. 

Durch die große Dürre und den starken Regen,
sind die Felder zweifarbig geworden
 

Nur selten male ich einen Anblick aus der Natur. Dafür brauche ich auch gar nicht aus dem Haus zu gehen, da ich nur meine Beeindruckung ausdrücke. Druck rein, Druck raus.
Jedenfalls werden wir wieder unsere Verwandten besuchen. Weswegen wir Haushüter engagiert haben, die hier Urlaub machen und unsere Katzen und Pflanzen versorgen.
Jetzt aber muss alles noch in einen vorzeigbaren Zustand gebracht werden.






Das Gras ist zu hoch und in den Ritzen hocken die Kräuter, die unseren Standort übernehmen, wenn ich nichts dagegen unternehme.
Aus Kräutern habe ich uns einen schönen Strauß gepflückt. Die sind so schön und groß, dass ich weiß, warum ich unseren Wildpflanzen hier im Hof schon Einhalt gebieten muss:
Ich bin ein Gebieter....hier auf meinem Gebiet.☺




 Das Atelier unARTig bleibt vom 14. bis zum 24. Juni geschlossen

Danach stürze ich mich wieder in die Arbeit und freue mich, dass ich nicht mehr andauernd von Feiertagen unterbrochen werde. Da kannste mal sehen, es gibt auch doofe Leute, die es hinkriegen, sich nicht über die Anhäufung freier Tage so zu begeistern. Ich habe ein paar Projekte im Sinn und könnte gleich damit loslegen.

Aber ich freue mich auf Corfu: Auf die Hitze, die Natur, das Meer, die Stadt und die Menschen und unsere Freunde und Verwandten. 



Das Bild ist noch nicht fertig.


Und dann komme ich voller Elan zurück. Bis dahin allen eine gute Zeit!

Montag, 4. Juni 2018

Beate an Erde

Oder an Bärbel?
Beate an Leute!!!


 


Ich soll hier meinen neuen Schrank vorstellen. 

Hat meine Lehrerin gesagt. Recht hat sie, wofür ist so 
ein Blog eigentlich da? 


Ehrlich gesagt ist meine 
Lehrerin gar nicht meine Lehrerin, aber man kann 
ja immer etwas von je-
mand anderem lernen.
Jetzt jedenfalls hat sie 
mich, ohne dass ich 
merklich etwas gelernt 
hätte, dazu gebracht am Rechner zu sitzen und 
Sätze zu bilden.

Links auf dem Bild hier, sieht man den Schrank auch, aber man nimmt ihn nicht wahr.







Der Schrank ist ein alter Küchenschrank aus meiner Werkstatt in Bonn. Da wir soviele Sachen noch haben, aus denen man was machen kann, gehört der Stall zu dem Bereich unseres Hauses, in den ich quasi gar nicht richtig rein gehe. Weil ich da nix finde.



Wenn wir aber eine Idee haben, geht freundlicherweise mein Mann da rein und holt auch schon mal was raus.





Dieses Mal also den alten Küchenschrank, der seiner lebenslangen Ausrichtung beraubt und hochkant gehängt wurde. Außerdem hat er ein Dach bekommen und darauf ein Blech. Er ist jetzt fast schon ein Haus. Darin präsentieren sich nun Pötte für Pflanzen.




Neben allen anderen Arbeiten, habe ich heute auch dafür gesorgt, dass man später einmal den Geschmack des Sommers im Mund haben kann.



Tatsächlich habe ich Salbei und Rosenblätter kandiert. Bei der Hitze lohnt sich die Arbeit, denn es trocknet alles sehr schnell.

Jetzt aber werde ich mich aus meinem heißen Mal-Atelier entfernen und ein Abendessen zubereiten. 
Das essen wir dann unten im Garten bei Katzen und Kaulquappen.

Dienstag, 29. Mai 2018

Der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Brohltal zu Gast



Vergangenen Sonntag habe ich meine Atelier-Fest ausgerichtet. 
Die Frage ist immer: 
Wann kommen die ersten Leute. Der Kaffee war fertig um ein Uhr Mittag, der Tee diesesmal  nicht. Um ein Uhr kamen aber keine Kaffeetrinker, sondern vier kleinere Leute, die ganz begierig waren, alles zu sehen. Zwei von ihnen haben mir auch noch eine wunderschöne Widmung in mein Gästebuch gemalt. 
Wer sie sehen will, muss hier schon vorbei kommen.



Da sich der Bürgermeister der Verbandsgemeinde angemeldet hatte, fragte ich eine liebe Besucherin, ob sie meine Kamera betätigen könnte. Sie konnte und sie wollte und nur deswegen gibt es beispielsweise das schöne Foto oben, von den Kindern durch die Werkstattscheibe hindurch.

Verbandsgemeindebürgermeister mit Gastgeberin ☺

Als der Bürgermeister und ich aus meinem Mal-Atelier wieder in die Keramik- werkstatt runter kamen, war der Laden voll. Sehr schön.  
Die Leute habe ich ja nicht groß fotografiert, die hier waren und so habe ich auch keinen Konflikt mit dem Datenschutz. Ein paar andere Bilder sind noch entstanden:


 
So sonnig dieser Platz am Vormittag noch war,
so sehr war er am Ende des Tages Rettung.
Als nämlich der Himmel herunter fiel, konnten
sieben bis acht Personen darunter zusammen
rücken und wurden weniger nass. Allerdings
saßen wir doch recht lange dort fest, bis der
Regen nachließ. Gemütlich war´s trotzdem.





Ein Wermutstropfen hatte sich aber schon am Vortag eingeschlichen. Man hatte mir doch tatsächlich, tags zuvor als wir unterwegs waren, eine Skulptur gestoh- len!






Ich habe sogar ein Bild von ihr. 


 
Ich bin sehr enttäuscht. Wie kann man Vertrauen nur derart missbrauchen. Wer die Skulptur jedoch sieht, weiß ja nun, dass sie immer noch mir gehört. 
Wir werden uns nun leider doch wieder mit einem Tor auseinandersetzen müs- sen. Schade, dass wir nicht zaubern können.



Montag, 21. Mai 2018

Goldrausch


Dank des kleinen Ofens kann ich mich leichter überwinden, keramische Arbei- ten zu vergolden, denn er verlangt nicht so viele Keramiken, um wirtschaftlich zu sein.
Ich bin begeistert von den Vergoldungen, drum zeige ich hier einen Schwung meiner Ablichtungen.


 


Dieses Dös:chen 
(oben und links) 
ist ganz besonders 
gut gelungen. 

Weil es schön ist, 
steht im Hintergrund,
in einem Hyazinthenglas, das Seifenkraut vom Ackerrand. 


Ich habe versucht, 
die Goldauflage
gut rüber zu bringen. 
Es ginge gewiß besser! 

Die Dös:chenbilder 
habe ich am Abend,
mit Licht von draußen 
und Kunstlicht 
gemacht.




Ist das hier vielleicht eine besser Darstellung goldener Tatsachen?




Der Ofen war ja nicht leer, drum zeigen sich hier noch andere Gegenständlichkeiten.
Den Vasenrand der rechten Vase habe ich mehrmals geknipst.


 
Dieses Gold, ist echtes Gold, das mit einem dritten Brand in die Glasur einge- schmolzen wird. Nur manche meiner Arbeiten sehnen sich nach einer wertstei- gernden Goldauflage, so dass sie sich, bis sich noch weitere Stücke eingefun- den haben, verstecken müssen. Daher dauert es eine Weile, bis ich einen Goldbrand machen kann.

Jetzt aber noch ein Bild von Goldrändern:

zauberhaft...

Montag, 14. Mai 2018

Bla bla bla

Ehe ich das mache, bleibe ich lieber stumm. Aber heute hab ich was zu sagen.

Am Ende diesen Monats mache ich mein offenes Mai-Atelier 
Sonntag, 27. Mai, von 13h bis 18h 
und befinde mich also im Count-Down.

Andererseits befindet sich das Gartenjahr im genauen Gegenteil, weswegen ich ein wenig hin- und her gerissen bin.

Hinter dem Dach des Nachbarhauses
rechts, kann man den Maibaum erkennen. 
Da er auf diese Weise weitestgehend 
verdeckt ist, sieht man nicht ,
 dass er diesmal gar nicht gerade steht

Was man auf dem Bild auch noch sieht, sind die in der Blüte stehenden Flieder in unserem Garten und etwas, worauf ich noch zu sprechen komme.



Hier folgt eine kleine Bildergeschichte






 Was hat der schwarze Kater entdeckt? 
In Nachbars Holunder tummeln sich die:
 
Eichhörnchen

Eine kleine Familie. Und wo kann man sie auch entdecken? Auf fast der höchsten Stelle von Nachbars alter Scheune. Klasse, nicht?






Hier war es die letzte Zeit super, super trocken. Der Boden auf den Feldern hatte schon Risse bekommen vor lauter Dürre. 
Jetzt aber, nämlich gestern, kam endlich reichlich Wasser vom Himmel.....
und riss Fliederblüten mit sich mit. 
Mir gefällts, ein violetter Blütenteppich. 

Die Natur machts schön und ich mach unnatürliches auch hübsch für, 
wie schon gesagt, das 





"OFFENE ATELIER" im Mai.
27. 5. von 13 bis 18 Uhr


 ich habe viele neue Sachen gemacht.
 Und Tee und Kaffee gibt es ganz unkapitalistisch dazu; 
Seien Sie mein Gast!

 

Mittwoch, 25. April 2018

Der Frühling anno 2018

Am vergangenen Wochenende mutete er fast schon  wie Sommer an.


Überall legte sich eine Schicht Pollen drauf.
Als ich mein gelbes Auto brauchte, das da unter den Linden parkte, glaubte ich zu wissen, woher die Pollen stammen. 
Meine Windschutzscheibe war nämlich auch ganz gelb. 
Vielleicht ja von der Lindenblüte?




Auf den Bildern hier sieht man es; heute hat es geregnet. Da es nicht allzuviel Wasser war, das da vom Himmel kam, sammelten sich die Pollen bemerkenswert in den Tropfen auf dem Tisch.
Pollen von Raps sind vielleicht
auch schon dabei.





Wenn das Wetter gut ist, kann man endlich die Projekte für Draußen in Angriff nehmen:

Ich fand es angemessen, dass wir ein Geländer haben, damit man unsere drei Stufen besser überwinden kann: 

es ist nicht das prominenteste Teil auf diesem Bild, das Geländer, aber sichtbar
 
Anfänglich war der Handlauf ein bisschen wackelig, da konnte man besser davon abraten, es zu nutzen. Jetzt aber ist es in den Stufen festgeballert und wartet darauf, seine Hilfsbereitschaft unter Beweis stellen zu können.

Außerdem konnte sehr schnell der Plan, für eine kleine Präsentationsfläche am Eingang unseres Grundstücks umgesetzt werden. Einer unserer Nachbarn hatte eine Unmege Sperrmüll heraus gestellt. (sah nach einer Hausentrümpelung aus) Ich habe mir das Mittelteil, eines alten, geschreinerten Schrankes, genom- men und daraus einen kleinen Tisch zusammen bauen lassen. Das hat natürlich mein Mann gemacht, der daran glücklicherweise Spaß hat.

Da links vor der Toröffnung steht jetzt dieser improvisierte Tisch
 

Da ich unseren Nachbarn nicht fragte, ob ich mir etwas wegnehmen darf, habe ich mich im Grunde genommen ungesetzlich verhalten. Denn in Rheinlandpfalz wurde festgelegt, dass Müll demjenigen gehört, der ihn auf die Straße gestellt hat. Wer ihn wegnimmt, den Müll, den keiner mehr haben will, stielt also.
Dieses wunderbare Gesetz hat man entwickelt, weil Menschen aus osteuropä- ischen Ländern, die wir hier scheinbar besonders gut leiden können, unsere deutsche, sperrmüllbetreffende Ordnungsliebe missachtet hatten. Und weil wir hier keine offen sichtbare Unordnung vertragen können, wird Not einfach unter Strafe gestellt. 
Ich aber bin traurig, wenn die guten Sachen, die noch jemand gebrauchen könnte, in die Müllpresse kommen, weil ich beispielsweise, keine Kapazitäten für das Managen von Verschenkung habe.

Aber! Aber! Nicht traurig sein!!! Ich habe auch den kleinen Ofen eingeweiht und der hat das gemacht, was er sollte. Zum Beispiel diesen Teller gebacken.


..das ist jetzt kein Starpoträt, dieses Tellers




Die angenehme Überraschung, der Ofen ist kleiner als ich dachte. Umgekehrt ist es jedesmal bei meinem großen Ofen. Wenn ich denke, es passt nicht alles rein, werde ich eines besseren, welches wirklich besser ist, belehrt.

Dienstag, 27. März 2018

Wenn ich schon mal dabei bin.....




Gestern habe ich den Engobe-Brand gemacht.
 
Na gut, ich gebe es zu, es war der Ofen. Die richtige Glasur und die richtige Technik, lassen im Ergebnis das Herz höher schlagen.


Wenn man nicht ein-sich-aufdrängendes Motiv hat, ist man bei der Oberflä- chengestaltung manches Mal auf Suche danach. Saisonale Motive finde ich üblicherweise nicht so interressant. Dennoch sind zwei Gefäße mit Huhn und Hase entstanden. Zur Ehrenrettung beider. Der Hase ist nicht süß und das Huhn nicht dumm.


Meine Engobearbeiten haben einen Extra-Rand bekommen. Goldene Glasur ist zwar bisher noch nie wirklich gülden gewesen, dennoch aber schön. Damit sie beim Glasurbrand nicht zu heulen beginnt, habe ich die Schüsselränder leicht konkav abgedreht. Die eine oder andere Träne wurde zwar verdrückt, jedoch eher wie beim Gähnen.


Eingeräumt habe ich auch schon, denn ich brauch den Arbeitstisch. Man merkt es vielleicht, ich bin ein bisschen stolz auf mich.



Die Hasen kommen in einen anderen Topf.



Zur Zeit stehen im Ausstellungsfenster, in kleinen Töpfen, kleine Pflänzchen, die noch was werden wollen: Unsere Ernährung. 
Ah! und auf dem Weg zum Tee, steht da jetzt ein Töpfchen, exclusiv hergestellt für diese verblühten Primeln.



Der Plan war natürlich, das sie blühen........



P.S. Im Grunde drücke ich mich vor Arbeit, indem ich hier von meinen Erfolgen berichte. In der Werkstatt unten, muss ich spezielle Wandfliesen vorbereiten und im Malatelier lauert, nach erfolgreicher Malschrankoptimierung, richtig viel Arbeit. 
So, Tee getrunken, Pause um, Tschüüs.