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| "Ätschikolätschi" 1998 Öl auf Holz* |
Der kommt mir so neu vor!!! Kann mich echt nicht erinnern, den Weltfrauentag schon einmal erlebt zu haben! Ja ich weiß, gibt es jedes Jahr. Ich glaube, ich hatte einfach keinen Platz im Kopf, um ihn richtig wahrzunehmen.
Ja! ich finde ihn sehr wichtig. Es gibt immer wieder Männer, die sagen können, dass Frauen aber-nun-wirklich-heutzutage gleichberechtigt sind, mindestens mal hier in Deutschland. Das lässt darauf schließen, das jene Männer das Ungleichgewicht eigentlich auch nicht gut finden. Aber da sie davon nicht unmittelbar betroffen sind, können sie es einfach wegreden.
Als ich Teenager war, konnte es vorkommen, dass man als Mädchen wegen zu fröhlichen Lachens auf der Straße von fremden Leuten zurechtgewiesen wurde. Wir Mädchen
sollten leis und unauffällig sein. Das klingt ersteinmal harmlos, aber das ist es nicht.
In einer Partnerschaft wurde mir viel
mehr untersagt, quasi mein ganzes Naturell.
Es gibt viele Fassetten der Missachtung der Rechte von Frauen. Und die meisten Frauen haben nicht nur die Alltäglichen in
Sprache oder Haltung erlebt.
Leider muss man ja heute befürchten, dass gekränkte Männer
die Errungenschaften der Gleichberchtigung wieder abschaffen wollen.
Alle, natürlich auch Männer, würden davon profitieren, wenn
gerechter aufgeteilt würde.
In Gemeinschaft geht es nicht ums Ego.
Und wir leben immer in irgendeiner Gemeinschaft,
die Straße, das Dorf, der Kreis und das Land.
Doch in unserer heutigen Gesellschaft geht es nur noch ums Ego.
Ach wäre es schön, wenn wir alle zusammenhielten,
denn darauf läuft es hinaus:
Das gleiche Recht für alle.
*Das Bild ist entstanden, weil ein gekränkter Mann seine Kränkung dadurch überwinden wollte, indem er andere (in diesem Fall Frauen) kränkte. Darunter ich. Und dann dachte ich für mich: "Ätsch! mich machste nicht fertig!!"
