Donnerstag, 26. Juni 2014

lernen oder verlernen



Zu diesem Thema habe ich eine Skulptur gefertigt.
Als ich in die Schule kam, freute ich mich riesig darauf, etwas zu lernen zu dürfen. Klug und groß wollte ich gerne werden. 
Aus dem Großwerden ist wohl nichts geworden aber am Klugwerden, daran kann man immer arbeiten. Zum Glück auch außerhalb von Schule.



Die eine Seite der Skulptur ist: Das i-Dötzchen.  Sagt man so in Köln.
Wissbegierig und voller Eifer wartet das i-Dötzchen auf Schulung


 Mit
Schu-
le
kann
 der
 Mensch
sehr
leicht
Pech
hab-
en
und
dies-
be-
züg-
lich
war
 ich
kei-
ne
Aus-
nah-
me


Die andere Seite der
Skulptur ist der Lehrer
13 Jahre Zeit hatte ich in der Schule zu verbringen und ich hatte auch richtig gute Lehrer. Aber ich hatte auch solche, die mir eine dicke Bohle vor den Kopf genagelt hatten und die dazu beitrugen, dass ich mit Beendigung der Schulzeit einfach nur froh war, diese hinter mich gebracht zu haben. 
Gelernt hatte ich unter anderem, dank Schule, dass ich nichts konnte. 

Ich bin mir schon lange sicher, dass es nicht der Plan meiner Lehrer war, mich mit diesem Selbstverständnis zu versehen. 



Und zum Glück hat es auf die Dauer auch nicht gehalten.

Der Schüler und sein Lehrer, Skulptur, Steinzeug
In anderen Teilen der Welt laufen die Kinder stundenlang, um in die Schule zu kom- men. Ich glaub´ die wollen wirklich gerne lernen. Ist ja auch genial. Sollte aber auch Spaß machen, finde ich.
Leider ist Schule in unserem reichen Land immer noch kein Fest. Oft eher eine Bür- de, für alle Beteiligten; für Lehrer, Schüler und Eltern. Das ist doch echter Blödsinn. Muss das denn so sein?

Mittwoch, 25. Juni 2014

Uff

Mancher Post lässt sich auch nicht so einfach der Menschheit vorwerfen. Mal sehen, vielleicht ist er ja morgen endlich fertig.
Zum Trost ein Gemälde hier:
Momentaufnahme ohne Fotoapparat aus dem "Göttlich" in Bonn

Donnerstag, 19. Juni 2014

Abschließend

Nach einem Glasurbrand gibt es an den fertigen Stücken noch etwas zu tun. Da, wo keine Glasur hin darf, weil das glasierte Stück sonst an der Ofenplatte festkleben würde, ist der Scherben etwas rau. Bei manchen Teilen fällt das nicht auf und ist nicht so schlimm. Bei einer Tasse aber stört das. Und wenn man schon einmal dabei ist, kann man die Böden aller Teile schleifen. Dafür habe ich eine Schleif- maschine. Das ist praktisch.


Manche Teile sind einfach zu groß dafür. Da hilft dann ein Korund.


Montag, 16. Juni 2014

Ein Teil der Arbeit





Jetzt setzte ich mich immer wieder daran, Perlen zu formen. Da es sich lohnen soll, werde ich nicht nur einige anfertigen. Immer zehn Stück von einer Mach- art sollen es sein. Manchmal muss ich mich zwingen, zehn die Gleichen zu machen.
Zwei neue Glasuren habe ich für den Perlenzweck be- sorgt. Das Ergbnis lässt noch lange auf sich warten. Selbstverständlich fülle ich den Ofen nicht allein mit Perlen.
Da säße ich ja ewig dran.
Ich werde auch noch andere Sachen machen im Perlenbrennbereich. 
Viele Perlen brenne ich zu Steinzeug.

Dieser rote Ton hier mag es nicht so heiß. Das passt zu den beiden Glasuren, die ich so genial finde. Wie das am Ende heraus kommt, kann ich auch nur erahnen.


Perlen formen ist ein echte Fummelei.

Donnerstag, 12. Juni 2014

Und ab die Post

Oder besser: ab das postgelbe Auto! Der Tag nach dem nächtlichen Gewit- ter, der Himmel verhangen noch, bot sich an, um den Einkauf zu tätigen. Also auf nach Höhr-Grenzhausen. 
Vor Ort dauerte der Bestellvorgang etwas länger, weil der Drucker, der Firma alles ausspucken wollte, was er je zu zu drucken bekommen hatte,- wie es schien.  
War aber nicht schlimm.

Mein LKW steht bereit. Das Ladegut, rechts, muss nur noch eingeladen werden. Ist ja ein Klacks.


Tatsächlich. Wie könnte es auch anders sein. Es ist natürlich nicht so viel.  Allerdings sind ein paar berauschende Zutaten dabei.
Ich bin jetzt hin und her gerissen, zwischen den Werkstücken, an denen ich schon arbeite und den Arbeiten, die mir jetzt möglich sind. 
Ach, ach, ach! Was soll ich da nur mach?? Ich weiß es genau: Ich mache fertig, was fertig zu stellen ist und stürze mich dann in die neuen Möglichkeiten,
Joouuuuuuuh!!!!!

Mittwoch, 11. Juni 2014

Einkaufszettel

Bald ist es mal wieder Zeit einzukaufen. Diesmal nicht Butter und Milch, sondern Zu- taten für die Keramikwerkstatt. Meine Standartglasuren kaufe ich im Originalgebin- de. Dann reicht so ein Sack schon eine Weile aus. Jetzt ist  die eine Glasur fällig. Au- ßerdem möchte ich eine größere Menge bestimmter Farbkörper kaufen. Die Artikel- bezeichnung hat sich bei meinem Anbieter verändert. Ich kann mir jedoch nicht vor- stellen, dass das ein Problem wird; Die kriegen das bestimmt ´raus. 
Ja und dann ist da schon eine gan-ze lan-ge Weile meine Goldauflage alle. Uuuu, da wär´ ich ja scharf drauf... Ob ich mir das leisten soll? Genau genommen leiste ich es ja gar nicht mir, sondern der Werkstatt. Da sieht das gleich ganz anders aus. Und was auf jeden Fall anders aussieht, ist die Keramik, wenn ich sie damit vervoll- ständigt habe. Ist ja zum Glück nicht immer notwendig. Aber manches Stück er- fährt durch Gold eine echte Steigerung.
Was braucht "die Werkstatt" noch? Ah ja, auf jeden Fall noch die Zutaten für das Projekt Briefkasten. Abdreheisen und -Schlingen sind auch mal wieder nötig und ei- ne Glaspipette. 
 

Viele Sachen kann man auch improvisieren. Ich habe mir noch nie einen tollen Naturschwamm gekauft. Ich schneide mir aus einem großen Autowaschschwamm die passenden Stücke, das tut´s auch.
Jedenfalls für mich.


Hier bewahre ich meine Farbkörper auf, bis ich sie zum Malen anrühre.

Und nun zum Einkaufen nach Höhr-Grenzhausen. 
Wollte nicht jemand mit? Das muss ich erst noch abklären, ehe ich mich auf die Räder mache.

Sonntag, 8. Juni 2014

Das mache ich wirklich gerne

Auf eine Frage hin etwas entwickeln. Dieses Mal ist es der Aschenbecher. Der Aschenbecher mit Deckel. Zum Aschenbecher habe ich mir schon öfter etwas einfallen lassen. Jetzt habe ich nur noch diese hier.

Aschenbecher, Steinzeug,  12 bis 17,-€

Aber daran läßt sich leicht etwas än- dern. Der Raucher muss sich nun einmal mit  Entsorgungsmöglichkeiten versorgen. Diese Aschenbecher hier, hatte ich in allen Größen hergestellt. Auch ganz klein; Für den toleranten Nichtraucher oder den Raucher, der mit Nichtrauchern zusammen lebt und deshalb einen Aschenbecher benutzen will, den er öfter leeren muss. 
Der Aschenbecher mit Deckel, der arbeitet jetzt in mir. Ich habe einen entworfen, für den ich fast ein Patent anmelden sollte. Aber ein Patent kostet echtes Geld. 

Jetzt ist aber erst mal Feiertag.  Ein Feiertag der etwas bedenkt, was in unserer derzeitigen weltpolitischen Lage wirklich gut täte. Wäre es nicht wunderbar, wenn der heilige Geist in die Menschheit einginge? Menschliche Erleuchtung.

Also Feiertag. Hab ich noch ein schönes Bild dafür? 

Das ist die Türe, vor der man steht, wenn man meine Werkstatt sehen will und mir nicht im Garten begegnet ist. Dann kann man die Klingel benutzen und wenn ich da bin ( und das ist meistens der Fall) freu´ ich mich und mache auf.

Samstag, 7. Juni 2014

Klimawandel

Jetzt ist hier aber echtes Provençe-Wet- ter angekom- men. Gestern hatten wir schon einen "Mistral" hier. Ha-ha! Da brauch ich nicht mehr nach Süd-Frankreich auszuwandern. Ja, gut, die Sprache ist hier einigermaßen weit vom Fran- zösischen ent- fernt. Vielleicht ändert sich das noch,- schließ- lich ist Sprache im ständigen Wandel. Mich hat Sprache so- gar schon ein paar mal über- redet.
Zum Beispiel fand ich vor vielen, viiieeelen Jah- ren das Wörtchen "cool" völlig uncool. Mittlerweile habe ich meinen kleinen privaten Spaß mit dem Wort.
Ach so, mir scheint der Garten will mich belohnen. Dafür, dass ich zurück gekommen bin, nehme ich an. Wie schön und heftig das alles blüht.
In die Pflanztöpfe, die ich unter anderem für meine Kunden herstelle, setze ich auch schon mal ein Pflänzchen, damit man sehen kann, wie gut die sich zusammen machen. Auch die Topfbewohner sind wunderbar am ausflippen.
Steinzeugpflanztopf 36,50€

Freitag, 6. Juni 2014

Traditionell

ist meine Art , meine  Keramiken zu bemalen, nicht gerade. Immer mal wieder neue Dekors und Farbzusammenstullungen zu entwickeln, das ist genau das, was mir riesig Spaß macht. Es ist aber auch das, was sehr anstrengend ist. Hilfreich ist die Erfahrung: Wie kommt welche Farbe nach dem Brand zur Geltung.


Ideen muss man haben. Muss! Manchmal ist man taub im Kopf, da kann man besser den Rasen mähen. Es kann schon mal vorkommen, dass der Ofen für den Glasurbrand fast fertig voll mit bemalten Stücken ist und beim letzten Teil verabschiedet sich de küssende Muse ("ich hab jetzt Feierabend"). Dann muss ich bis zum nächsten Mal warten. Das ist ärgerlich. Bin ich so blöd und mache trotzdem weiter, kann es sein, dass ich nicht glücklich darüber bin, was dabei aus dem Ofen heraus kommt. 
Hat die Muse eigendlich einen Terminkalender? Ich konnte sie noch nicht fragen.
Mein Geschlabber: Wo gemalt wird, fallen Tropfen. 
So eine Werkstatt ist zwischenzeitlich schon mal ein rechter Saustall. Wer das Putzen liebt, kommt hier nicht zu kurz. Damit ist klar, was ich jetzt zu tun habe.

Mittwoch, 4. Juni 2014

Wenn sich nichts tut..

tut sich vielleicht doch etwas. 
Ja, 
ein Schrühbrand ist 
fertig geworden. 
Noch ein bisschen, bisschen 
warten und dann wird der
Ofen ausgeräumt....

Und zwar mit Hilfe dieser Handschuhe. Die habe ich mal von jemandem be- kommen, der beruflich viel mit Bäckern zu tun hatte. Die Handschuhe helfen nur ein Weilchen, dann werden auch sie zu heiß. Aber dass die Handschuhe dann selber heiss werden, liegt eher daran, dass ich nicht nur ein Teil aus dem Ofen hole.

 
































Jetzt habe ich eine gute Mischung gebrannter Stücke. Im Regal stehen auch noch Sachen, die glasiert werden müssen. Aus diesem Ofen habe ich noch ein Probestück heraus geholt. Da bin ich beim ersten Glattbrand sehr gespannt, was dabei heraus kommt. Alles was da jetzt geschrüht ist, reicht für mindestens zwei Glasurbrände.