Montag, 31. August 2015

Auseinander und wieder Zusammen

(Ich werde jetzt noch ein weiteres Label hinzufügen, weil man meinen Post- titeln nicht entnehmen kann, wann sie einen Tipp enthalten.)



Wenn man eine Skulptur anfertigt, kann man sie einerseits direkt hohl aufbauen, man kann sie jedoch auch aus einem Klumpen Ton heraus mo- dellieren. Manchmal ist das einfa- cher. Macht man letzteres, hat man zum brennen viel zu viel Ton in dem Ding. Will man das Stück nicht bren- nen, ist es natürlich egal. (Obwohl man manchmal nochmal später im Leben auf die Idee kommt, etwas brennen zu wollen)
 





Man kann also eine Form erst grob modellieren und dann aufschneiden. Dann entfernt man in beiden Hälften den überflüssigen Ton und fügt die Teile wieder zusammen. Weil durch den Schnitt die feine Modellierung etwas "abbe- kommt", arbeitet man das Stück vor dem Aus- höhlen nicht so fein aus.

Samstag, 22. August 2015

Die arme Sau

Ich hatte ja gehofft, dem Schwein würde nichts passieren. Aber, daran kann man schon erkennen, dass es gut möglich war, dass etwas passiert. Und so kam es, dass mein Muttertier nach dem ersten Brand schon leichte Verlet- zungen aufwies. In einem zweiten Brand sollte dann eine heilsame O.P. erfol- gen. Wir wissen alle, eine O.P. kann schwere Nebenwirkungen haben und das Leiden vielleicht vergrößern oder andere Leiden hervor rufen. So war es der armen Sau ergangen. Erst dachte ich für mich: "um ist um..." aber dann kam mir da so ein Gedanke. Wie wäre es, wenn wir das Tier der Reinkarnation zu- führen würden? Ja, man ahnt es schon, für eine Reinkarnation bedarf es des Todes. Mit Hilfe einer arbeitsscheuen Flex, tat ich was eine Beate tun musste. 


Mal sehen, was draus wird. Da der Ton nur den Schrühbrand hinter sich hatte, war das ein wahrer Staubwirbel, den ich da verursacht hatte.

Donnerstag, 20. August 2015

Vom Frosch zur Kröte und wieder zurück

Der Frosch für die "Sprudelabtei- lung" braucht etwas länger. Wäh- rend eines Stadiums seiner Entsteh- ung erinnerte er mich doch sehr an vergangene und traurige Zeiten. Früher hat sich nämlich niemand um die jährliche Krötenwanderung ge- schert. Und so klebten einmal im Jahr die Kröten tot auf den Stra- ßen. Nach einer Weile waren sie dann zu besonderen Rosinen gewor- den und man konnte sie als Dekora- tion benutzen.

Nein, ich war das nicht! Wir hatten nämlich noch ein privates Kröten- horror-Szenario: Bei uns war es so, dass wenn wir nachts nach Hause kamen, wir immer leise über die rückwärtige Kellertreppe ins Haus schleichen mussten. Und da meine Eltern sparsame Menschen waren, brannte dort kein Licht. Dafür saßen aber oft die Kröten auf den feuchten kalten Stufen. Ich bin nie auf eine getre- ten! Es hätte aber geschehen können und das war mein Albtraum.

Mein Wasserfrosch hat da ja jetzt ein seltsames Intermezzo ausgelöst. Er ist jetzt erst einmal fertig. Bis er wieder fertig gemacht werden muss.

 





Trocknen, kann ihm  als Amphibie eigentlich überhaupt nicht gefallen. Jedoch, hat er zwei Brände überlebt, kommt er ins Wasser. 
Und außerdem, er ist nur ein Klumpen Ton!

Mittwoch, 19. August 2015

Glas, Gläser, am glasesten

Glas ist ein Material, das ganz nah dran ist an der Keramik. In dem Wörtchen Glasur, ist es sogar schon enthalten. In dem ollen Gurkenglas, da oben auf meinem Werkstattregal, sind ganz viele bunte Glasscherben. Mein Mann ar- beitet schon mal mit bunten Gläsern und das sind die Reste. Ich dachte mir immer, damit könnte man doch sozusagen malen. Es gibt eine Glasbearbei- tungstechnik, die nennt man Fusing. Dabei werden Gläser aneinander oder auch ineinander geschmolzen. Ich habe das jetzt mal ausprobiert. Und das Glas konnte in der Hitze gar nicht anders, es ist geschmolzen. Ich, nachdem ich es aus dem Ofen holen konnte, auch.


Es ist noch nicht perfekt.


Aber es ist trotzdem schön.
Da oben auf dem Regal steht auch noch ein Emailleofen. Da geht es auch um Glas. Mal sehen, ob ich dazu nochmal komme. 

Ich habe es bestimmt schon mal erwähnt, nur malen und mit Ton arbeiten, das habe ich so gemacht, um mich, während der Zeit, in der ich meine Kinder groß zog, nicht total zu verzetteln. Jetzt sind die Kinder erwachsene Menschen und ich kann mich wieder von reizvollen Materialien anspringen lassen.



Donnerstag, 13. August 2015

Keine Ahnung, wie ich diesen Post nennen soll.


Das Wetter, wie ein Ofen. Da dachte ich, kann ich gleich auch den Keramik- ofen anmachen. Schrühbrand/Trockenbrand steht an. Und es ist wieder soo spannend. Probestücke sind darin. Also der Beginn und das Ende einer Test- reihe. Weil es so schön heiß war, habe ich auch gleich noch einen Kuchen ge- backen. Sehr schlau. Aber lecker.
Im Garten war ich auch unterwegs. Um Ton zu bearbeiten, um Wäsche aufzu- hängen und fast sofort wieder abzuhängen und unser bisschen Nutzgarten zu bestaunen. Weil der Kürbis ganz viele Früchte angesetzt hat, nämlich. Außer gießen tun wir eigentlich nichts dafür, stolz sind wir trotzdem.


In der Ecke unseres Pavillons steht ein Tischchen und darauf das Huhn was ich vor geraumer Zeit einmal angefertigt habe. Gleich daneben habe ich heute meinen Ton bear- beitet. Auch wenn es in der Werk- statt jetzt eine Wohltat ist, ich kann doch das heiße Wetter nicht ver- streichen lassen ohne meinen Kör- per hinein gesetzt zu haben. 
Letztens hat jemand dieses Tonhuhn abfoto- grafiert, da musste ich das auch mal tuhn.


Heute abend gibt es nochmal Sternschnuppen zu bestaunen. Wenn es dunkel ist. Ich habe fest vor, welche zu sehen.

Montag, 10. August 2015

Fische im Brunnen

Hatte ich doch letztens unser Mini-Gewässer auf unserer Terrasse vorgestellt, muss ich doch noch erzählen, was das für Folgen hat. Schon mal länger habe ich einen sprudelnden Gartenteich zu entwer- fen vorgehabt. Weil ich für unsere Balkonpfütze so- gar eine kleine Sprudelpumpe besorgt hatte, fiel mir diese, lange in den Gezeiten meines Gehirns versun- kene Idee wieder ein. Also will ich mal  etwas  für mehr Wasser gestalten. Zwei tönerne Fische habe ich schon geformt. Sie sehen ganz gut aus. Aber da will ich doch mal eben diesen Rotbarsch hier unten zeigen. Den haben wir gestern dankbar verspeist. Ist er nicht wunderschön. Sollte es Gott geben, so muss er Künstler oder Kunsthandwerker sein. Schaut euch nur diese wunderschöne Kieme an!

 Eine vage Ahnung,
wie ich das Dingen,
also das Wasserspiel
am Ende aufbauen will
habe  ich schon.

Wasserspucken 
soll ein Frosch.
 Obwohl das Hinterteil
im Wasser hängen soll,
wird es noch ein bisschen
ausformuliert.
Wenn er nicht wegläuft,
der Frosch,  kommt er
Beizeiten zum Einsatz.



Sonntag, 2. August 2015

Ein gutes Gefühl

Von unserem Einbruch hatte ich ja erzählt: dem Einbruch des Wassers. Da das so wenig Spaß gemacht hat, hatte das zur Folge, dass wir hier unheimlich viel 
unternehmen mussten und müssen. 
Da ist zum Beispiel diese undichte Werkstatttür.

Die soll jetzt ausgetauscht werden. Damit 
weder Wasser, noch Pflanzen, noch Tiere,
 unten durch, in meine Ausstellung können.

Hier liegt gut verpackt die neue Tür.



 An der Verankerung ist ein Brocken Wand hängen 
geblieben. Aber jetzt ist die Zarge raus.
Die Neue steht bereit und ist auch


  bald schon in die Wand eingelassen.
 Nachdem nun alles geschehen ist, noch ein Blick von innen auf diese Neuigkeit.


Hach, ich freue mich so. Die Werkstatt klingt ganz anders mit der neuen Tür. Und das sieht so guuuut aus! Neues Licht kommt herein. Ich bin ganz happy.