Dienstag, 20. August 2019

Der Teufelsbraten

Ich liebe es, wenn man Kunstwerken Humor ansieht. Spontan fallen mir dazu Arbeiten von Paul Klee und M.C. Escher ein. Wenn man soetwas liebt, heißt das leider noch lange nicht, das man selbst dazu in der Lage ist. Manches Mal klappt es aber doch. Natürlich nicht, wenn man verkrampft danach sucht. Auch Humor ist ein Talent, das man jedoch immerhin herausfordern kann.

Lag herum, weil sie einen Bocksfuß hat...

Der Entwurf und die erste Ausführung dieser Skulptur entstand als ich noch zur Schule ging. Die erste Ausführung war ein Bleiguss. Die mir, von damals ver- bliebene Teufelin, änderte allerdings ihre Struktur, als ich sie in einem frisch lackierten Kasten aufbewahrte. Sie wurde bleiweiß und bleich.
Dem Entwurf lag der einfache Gedanke zu Grunde, das der Hölle eine Frau fehlt. Es war also ein Gedanke der Gleichberechtigung.




Mittlerweile aber amüsiere ich mich viel mehr über den Bauch. Was ist darin?

Natürlich ein Teufelsbraten. 


Mittwoch, 7. August 2019

Der gute Ton



Ich hatte mir einen sehr fein schamottierten roten Ton besorgt, um Teile auf der Töpferscheibe  zu drehen. Der Ton ist allerdings so fest, dass ich ihn vor jedweder Aktion mit Wasser aufbereiten muss. Weil mir das zuviel Aufwand ist, probte ich eine andere Verarbeitung.



Die Proben sind ganz schön chic geworden. Jetzt müssen sie nur noch heil bleiben. Wenn sie das tun, wird dieser Ton öfter gekauft.  




  

Samstag, 20. Juli 2019

Schwarzwild, gekämmt

Wassenach hält mittels einer hübsch gebogenen Umgehungsstraße, viele Reisende fern. Mögliche Besucher inbegriffen. Auf meinen Handkarten ist eine simple Zeichnung, damit man mich trotzdem findet und mit dieser kann ich den Umstand gut darstellen....



Die Umgehung nutzt fast allen Bewohnernhier im Dorf, denn der Verkehr rauscht auf der L113 vorbei. Allerdings ist unsere Ecke hier im Ort, trotzdem nicht so ruhig. Zwei Häuser weiter ist nämlich ein Landhandel angesiedelt und da kommen, natürlich besonders in der Erntezeit, sehr viele große LKW und Trecker vorbei. LKW parken gegenüber, um irgendetwas im Büro zu klären, Trecker  fahren hier vorbei, um oben am Silo die Ernte abzuladen. Deren Fahrer kommen nicht in meiner Werkstatt vorbei.😆"Versehentliche" Besucher gibt es, aber nicht, weil man etwa von der L113 aus erkennen könnte, dass es mich hier gibt. 
Das zu Ändern, wäre nicht schlecht. Hab ich auch schon mal versucht. Ist aber scheinbar schwierig.


Um wenigstens Fussgänger zu animieren, einmal bei mir herein zu schauen, haben wir einen Kasten gebaut, der innerhalb unseres Grundstücks angebracht ist. In dem könnte man, hätte er ein Schutzdach, Dinge präsentieren. Sowas wie die Krotzenhäuser, die ich hier mal vorgestellt habe uuuuund...

Hier befinden sie sich quasi noch im Embryonal-Stadium



...meine Rotte Wildsäue. Gestern gab es die Vorarbeit, heute wurden sie fertig gestellt. Um der Farbgebung etwas Raues zu verpassen, habe ich die Oberfläche der tönernen Wilden mit dem Kamm bearbeitet.




Jetzt heißt es natürlich, wie immer, trocknen lassen, weitere ofenfüllende Ob- jekte herstellen und zwei Brände durchführen, dann können wir sehen, wie so ein gebranntes Wildschwein aussieht.

Donnerstag, 18. Juli 2019

Was machen die Spatzen im Gewächhaus?

Der Boden in unserem Treibhaus ist Erde. Keine schicken Betonplatten oder ähnliches. Trockener Boden, denn die Pflanzen, die uns ernähren sollen befin- den sich in Pflanzbütten. Anfangs glaubte unser schwarzer Kater,  er hätte ein besonders komfortables Katzenklo bekommen! Ich konnte es ihm austreiben.  Jetzt aber,  als ich aus Norddeutschland zurück kam, fand ich im Dreck so Kuhlen. Hatte der Kater vergessen, wie die Regeln sind? Allerdings waren mir schon häufiger die Spatzen um die Ohren geflogen,  wenn ich ins Gewächshaus wollte! 
Distanz schafft Klarheit: Als ich nun zurück kam, erkannte ich,  was aus unserem Glashaus geworden ist; ein Spa. 
Ein Drecks-Spa für den Dreckspatz. Ich mag Spatzen. Die hatten wir schon, als ich klein war,  in Köln. 


Aus dem Norden komme ich inspiriert zurück. In Bremen hatte ich mir das Paula Moderson-Becker Museum zu Gemüte geführt. Wenn auch nur wenige Bilder dort ausgestellt sind, haben sie doch einen starken Eindruck hinterlassen. Von ihr habe ich einen Farb- eindruck mitgebracht. 
In Hamburg habe ich an einer Vernissage teilgenommen und Menschen inspirieren mich sowieso. Beides zusammen hat mich wieder an die Leinwand geführt. 




Donnerstag, 4. Juli 2019

Ist die Avocado ein Obst?

Keramikfrüchte zum Anbeißen nicht geeignet
Kürzlich habe ich ein Schmuckstück auf einer Frucht fotografiert. Das sah so gut aus, dass ich dazu inspiriert war, diese Frucht nachzubauen. Es war eine Avocado. 
Und weil ich schon mal dabei war, machte ich mich noch über weiteres Dauerobst her, Granatäpfel. 
Ich weiß gar nicht, ob sich ein Armband auch gut auf Granatäpfeln macht, aber die Granatäpfel machen sich gut. Ich glaube, ob das was ist, wird jetzt sofort einmal überprüft.
 

Macht sich ganz gut, finde ich. Allerdings ist das blaue Armband bei diesem Foto nun rot eingfärbt. Das liegt nicht nur am roten "Granatapfel", sondern auch an unserem roten Sonnenschirm.

Ich bin mit meinen neuen Präsentationshilfen sehr zufrieden. Fotos ohne Sonnenschirmeinfärbung lassen den Schmuck gut daliegen.

Hier aber, ging es um vermeintliches Obst.

Dienstag, 2. Juli 2019

Teller tellern

Was kann das wohl sein? Ein Geheimnis,  das ich zu lüften suche. Dass dies  nicht so schnell geht,  liegt daran,  dass ich Teller nicht so häufig mache.
Diese hier sind ganz kleine Tellerchen und müssen nicht mehr erforscht werden
 Aber



jetzt hatte sich mir die Aufgabe mal wieder gestellt und mich gepackt. Ich wer- de mich also der Erforschung des Tellerns hingeben und meine Erkenntnisse zu gegebener Zeit verraten.
Kinderteller mit Prinzessin

Ach, und wer in den Sommerferien sein Kind in einen Kindertöpferkurs stecken möchte, der sollte mal auf meine Termine-Seite schauen.

Mittwoch, 26. Juni 2019

Das Wetter, heiss!

Wow, ich dachte, die Fliege hätte sich ertränkt.
Sie schipperte eine ganze Weile in meinem Weinglas herum, ich bekam sie einfach nicht zu fassen und so sang ich schon ihr Requiem.  Aber es lässt einen doch nicht los; ein Weißwein mit Eiweißeinlage war nicht geplant. So bekam ich sie schlussendlich doch auf die Fingerkuppe und sie machte sich erheitert von dannen. 

Ich gebe es zu, ich finde es herrlich heiss, aber mein Organismus spürt auch die Dürre. Umliegend in den Wäldern kann man sehen,  wie groß der Wassermangel ist.


Der eine unserer Kater spart Energie, 
wo es nur geht, was heißt, er liegt
überall dekorativ herum.

Bei diesen Temperaturen ist es toll in kühlen Werkstätten zu Arbeiten, sich dabei von der Hitze soweit zu erholen, dass man sich hernach auf einen Schwall Hitze freut. Das habe ich heute wieder, mit einigen anderen Zeichner getan und genossen. 

Das Modell ist sehr wichtig 

Ich  bin  glücklich,  zu einem Grüppchen gefunden zu haben,  das Ansicht und Umsetzung mit Freude trainieren mag.