Montag, 20. Mai 2019

Gewecktes Interesse

Diese Brennprobe ist total hin. Aber das Blau ist sehr hübsch und da 
ich ein Projekt mit Scherben habe, ist nicht schlimm, was passiert ist.
Wenn wir außer Landes unterwegs sind, mach ich die Augen weit auf. Es gibt immer etwas Anregendes zu sehen.
Auf Corfu gibt es viele kleine Läden, die es hier nicht gibt. Bei uns ist die Ladenlage ja recht eintönig geworden. Ist kein Wunder, schon allein wegen der hohen Mieten. Egal. In Corfu-Stadt kann man noch viel Ungewöhnliches sehen.
Mich inspiriert altes Handwerk, manchmal auch moderne Kunst. Byzantinische Goldschmiedekunst wird auf Corfu noch viel gearbeitet.
Außerdem waren wir, wegen der äußerlichen Nässe, im asiatischen Museum. 

Fehlerhafte, aber interessante Glasur

Ich hatte sowieso geplant, vor dem offenen Atelier am Sonntag, noch einen Glasurbrand zu machen. Wegen der Eindrücke aus Corfu, brannte ich einige Stücke mit einer neuen Glasur.  Die hatte ich schon länger besorgt, aber mich noch nicht aufraffen können, sie zu benutzen. Jetzt aber. Es ist das erste Mal, dass ich mir vorstellen konnte, eine eigene Glasur zu erarbeiten. Das natürlich nur, wenn es auch nötig ist. Die gekaufte Glasur mit der ich jetzt gebrannt habe, ist aber vielleicht ausbaufähig. Dann kann ich mir den Aufwand sparen, eine eigene zu entwickeln. 
Vor allen Dingen geht es mir jetzt um das Blau. An einem kleinen Probestück kann man  schon sehen, dass es den richtigen Farbton annimmt. Die Keramiken, die ich zur Probe gebrannt habe sind, außer dem Väs.chen, das man gerade noch so durchgehen lassen kann, alle nichts geworden.
Ich hoffe, Sonntag ist es nicht nass wie heute, so dass sich 
statt Väs.chen, Leute auf die Bank setzen können...
 

Donnerstag, 16. Mai 2019

Natürlich ist jetzt allerhand zu tun


Der Landeanflug auf Corfu war dieses Mal einfach toll! Welch fantastischer Blick!
Dieses Mal hatte ich gar keine Kamera mitgenommen. Ich dachte, da reicht doch das Händi. Hat es auch. 
Unser Urlaub war, trotz dass wir dieses Mal gar nicht bei der Familie unter- gebracht waren, etwas anstrengend. Die kalte Kälte hier aus Deutschland, hatte ein paar Flügelspitzen bis nach Corfu gelassen. Und ich war im Vorfeld nicht firm genug und hatte nur sommerliche Bekleidung  eingepackt. Zum Glück war ein paar Socken dabei. Von dem ich, zu einem Zeitpunkt, da mir noch gar nicht klar war, wie sehr es meine Rettung sein würden, ein Starporträt gemacht habe.  




Es war also kalt und feucht. Aber ich habe das Heimat-Örtchen meiner Schwiegermama in einem ganz neuen Licht gesehen. Im Spätsommer ist die Sonne sehr schnell verschwunden. Jetzt aber fing der Tag sehr früh an und dauerte lange.




Schön ist natürlich auch die vor- sommerliche Blütenfülle. Links auf dem Bild ein Fall von Kapuziner-
kresse.  Hier und da blühten weiße Calla und noch recht verbreitet der Aronstab, der es aus meiner Sicht allerdings vermeidet, hübsch auszusehen. Was mich am meisten überraschte, waren die Amaryllis, die überall in den Gärten und auch in Töpfen wuchsen, zum Beispiel da links  oben auf der Treppe. Und, sehr witzig, gerade  hatte ich zu Hause in einem Discounter eine Zylinder-Putzer-Pflanze gerettet, sah ich sie hier nun das erste Mal, nach vielleicht 18 Jahren, in Bäumchen-Größe überall. Und natürlich blühend, weswegen ich sie erkannte. Aber davon habe ich kein her zeigbares Foto.



Aber von einem Abend bei Agios Gordis gibt es ein schönes Bild
















Hier noch ein paar Bilder: Von Corfu-Stadt, aus dem Asiatischen Museum heraus; da sind wir nicht nass geworden. Ein Bild vom British Cementary, sehr empfehlenswert und rechts, der belohnende Blick zum Meer hinaus, an einem sehr nassen Tag. Die Bilder kann man anklicken, dann sieht man sie in groß.
🚀

Jetzt sind wir wieder zurück. Es gibt noch viel zu schaffen vor meinem "offenen Atelier" am 26. Mai. Unsere Haushüter haben unser Haus zwar in einem sehr ordentlichen Zustand hinterlassen, aber so einem Haus fällt immer etwas ein...




Beim Autoverleih gab es einen besonderen Anblick. 
Einen für Enten-Liebhaber.


Sonntag, 5. Mai 2019

Heute in Neuwied


Es ist natürlich sehr
schade, wenn für einen Markt,  sich das angenehme Wetter verabschiedet. Gestern,  als wir uns auf den Weg hierher machten, schneite es!!!! 
Im Wald zwischen Wassenach und Nickenich, drückte der Schnee die zart begrünten Äste der Bäume nieder,  so dass der Eindruck entstand, wir führen durch einen Tunnel. Bezaubernd und befremdlich.   




  Wir haben trotzdem einen sehr schönen Platz hier im Kunst Karree




Freundliche Besucher sind thermisch fast so gut wie ein laues Lüftchen und warme Sonnenstrahlen.


Wir sind alle bis 18:00 Uhr hier.

...hab noch ein Bild, die blühende Kastanie in diesem schönen Hinterhof mit drauf.

Dienstag, 30. April 2019

Mangel, die

Haha, ich dachte ich wähle einen irreführenden Titel aus. Aber dann dachte ich weiter, dass das männliche Substantiv mit gleicher Schreibweise doch so eine krass-andere Bedeutung hat, dass der Leser vielleicht gekränkt ist, wenn er dann mein Wortgeplätscher liest.  
Also es handelt sich, und dies auch nur als Einleitung zum Folgenden, um ein Gerät. 



Die Mangel habe ich, weil unser
Gästezimmer funktioniert
und ich (bevor dieses Gerät
in unseren Haushalt gelangte,
war es freilich gebügelte..)
gemangelte Wäsche selber
so liebe. Beim mangeln,
besteht bei mir kein Mangel
an Gedankengängen.
Hätte ich ein Spinnrad, nennte
man es Spinnerei.
Aber ich spinne nicht,



ich habe nur soviel zu tun.







Am Wochenende stelle ich Skulptur und Malerei in Neuwied aus und muss dafür eine Auswahl treffen. (Hier das Plakat)



Was nehme ich da nur? 
Die Woche ist kurz. Der Feiertag hat mich verplant. Also muss ich die Auswahl heute treffen.
Ich glaube fast, ich drücke mich ein wenig. Aber natürlich komme....


Dieses Schälchen, Malerei auf Keramik, sticht mir schonmal ins Auge. Immerhin eine Wahl 😊




...ich nicht darum herum.

Weil also am
Samstag und Sonntag, 4. und 5. Mai
von jeweils 11 bis 18 Uhr
 in Neuwied 
 um den Marktplatz herum,
"Kunst im Karree"

stattfindet, muss ich außerdem geschickt den kleinen Koffer für unsere Woche Corfu packen. Die folgt dem Wochenende fast auf dem Fuß.
Wenn wir zurück sind, ist´s auch nicht mehr lange bis zu offenen Atelier und da muss ich auch noch einiges für fertig stellen. (Ich höre gerade einen Beethoven. Der steigt tonal zum Ende einer Sequenz hin an, sehr dramatisch; das stelle man sich nun für den letzten Satz vor der Klammer auch so vor.)

Auf der Scheibe muss ich noch drei Stücke abdrehen, damit die, über die Zeit unserer Abwesenheit, trocknen können und ich sie hernach hoffentlich noch für den 26. Mai fertig stellen kann....  Ok, ich drücke mich einfach vor der einen Aufgabe, indem ich mich in die andere stürze. Der Trick ist gut, darauf falle ich herein!!
Die Mittagspause am PC verbracht. Tja, selbst in Schuld😝


Schön, der Ausblick Anblick. Im Vogelhaus mästen sich die schwanzlosen Amselküken, herzzerreissend!!

Auf dem letzten Post platziere ich jetzt noch ein Bild von unserem Amselvater.


Mittwoch, 24. April 2019

Österlicher Sommer

Unser Vogelhäus.chen ist umgezogen. Nun schauen wir geradewegs von unserem Esstisch darauf.

Zunächst dachte ich, dies wäre ein Amselweibchen, das fast erwischt worden war; fehlen ihm 
doch die Schwanzfedern...






Das sonnige Wetter am vergangenen Wochenende läutete selbstverständlich die Gartensaison ein. Unser Draußen-Bett musste, natürlich gerne, schon für den Mittagsschlaf zweier Leute herhalten.
In unseren und in Nachbarsgarten, sind wieder viele Tiere eingezogen. Die Tiere nehmen unsere Grundstücksgrenzen nicht gerade ernst. So kommt es, dass die Eichhörnchen, die wieder des Nachbars Scheunendach bezogen haben, in unserem Flieder herum tollen. 
Während wir von Samstag auf Sonntag unsere kleine Familie feierten, ließ die Mäusegroßsippe in unserer Trockenhecke einen rauschenden Polterabend steigen. Statt Geschirr in Scherben zu legen, raschelten sie laut mit dem trockenen Laub herum. 


Nachdem ich heute den letzten Oster-Besuch zum Bahnhof gebracht hatte, machte ich mich sehr langsam über den Garten her. Dort eine Gießkanne entleeren und da auch. Während ich durch unseren Garten strich, schaute mir sehr aufmerksam unser alter Amselmann zu, der mit den weißen Federn auf den Schwingen. Er kommt schon viel Jahre zu uns und ist eigentlich nicht sehr misstrauisch. Als ich mich auf unser Außen-Bett setzte, flog er in die Trockenhecke und fütterte dort ein bis dahin mir unsichtbares Junges.  Nachdem er sich auf die Suche nach weiterer Nahrung für sein Küken machte, beobachtete ich zunächst, wie sich das Vögelchen brav die Feder putzte und sortierte und sich scheinbar in diese Lage schickte. Ha, falsch gedacht; schon kletterte es im Gestrüpp herum und wurde ganz sichtbar. Katzen waren keine in der Nähe!!!


Kaum begab ich mich nach oben, um auf der Terrasse noch einiges zu rich- ten, flog auch schon das, nein! ein anderes Jungtier auf unser Geländer! Denn unten sah ich gleichzeitig wie sich der andere Neuling in die freie Wild- bahn traute! 


Jetzt endlich begriff ich auch, das das vermeintliche Amselhühnchen, ein heranwachsendes Jungtier gewesen war.


Ob es wohl noch jemand anderem aufgefallen ist? 
Das Jahr ist schon recht weit voran geschritten. 
Ob ich den Zwei-Wochen-Arbeitsausfall, der mir dazwischen kam, wohl noch aufarbeiten kann? 
Bald schon findet mein Atelier-Fest statt. 
Und davor noch reisen wir zu der Familie meines Mannes... 

Aber eines weiß ich jetzt schon: Wir werden es sehen.

Hier der angefügte Amselmann. Mann, ist das Gras grün!! Aber das IST so grün.

Dienstag, 16. April 2019

Notre Dame de Paris

Als ich abends in den Nachrichten von diesem Unglück hörte, stiegen mir die Tränen in die Augen. Ein Denkmal menschlicher Kultur wurde durch das Feuer zerstört. 
Ein: "Denk mal!" oder "fühl mal!", "lass es auf Dich wirken!"

Vielleicht  brauchen wir die großen Werke in Architektur, bildender und musischer Kunst um uns selber auch etwas Größeres zuzutrauen, als nur das tägliche Allerlei, brauchen wir Werke, die uns in unserer Seele berühren und uns darüber staunen lassen, zu welch wunderbaren Taten der Mensch fähig ist. 

Es ist leicht gesagt, dass sich alles verändert, daher auch vergeht und neuem Platz macht. 
Wenn es geschieht, schmerzt es sehr.  

Freitag, 29. März 2019

Verkürztes Wochenende

Heute ist das schönste Wetter. Die Vorhersage für das Wochenende ist nicht so prächtig. Aber das Wetter selber hält sich ja oft nicht daran. 





In der Keramikwerkstatt habe ich roten Ton aufgearbeitet und "Tupperdosen" gedreht. Weil ich Pech beim Trocknen, auch von besagten Dosen hatte, werden diese diesmal sehr langsam herunter ge-trockne(n)*t. Was da heißt, sie werden eingepackt, aber nicht dicht, so dass ein bisschen Luft zirkulieren kann. 
Das Mal-Atelier wird von einem schüchternen Kater bewohnt, der sehr stark auf Gerüche reagiert, weswegen ich wiederum ein bisschen schüchtern bin, was das Benutzen von Ölfarbe angeht.
Im Gewächshaus ist zur Zeit etwas zu viel Luft unterwegs. Der Sturm kürzlich hat an ungünstiger Stelle Scheiben herausgedrückt und deswegen sind sie noch nicht wieder eingesetzt. Dennoch habe ich schon zweierlei Saat ausgebracht, eingebracht. Wie auch immer, ich bin mit den Samentüten rausgegangen und dann ins Gewächshaus reingegangen und habe die Samen dann in den Boden rein getan. 
Unter den Fliedern bubbelt schon unser solarbetriebener Springbrunnen. Und da steht auch der "Bischofsstab", der hier abgebildet ist


Weil unser Garten klein ist, passt kleiner Schmuck gut rein. Dieser Funkelvogel hockte jahrelang auf einem Ast im Flieder. Der Ast musste jetzt weichen und so ist der Vogel umgezogen auf diesen Bischofsstab. 
Ich glaube da setze ich mich gleich noch mit einer Tasse Kaffee hin. Ehe die Sonne wieder weg ist..





* (das ist der Tipp)