Freitag, 9. November 2018

autodidaktisch oder schulisch

...besagte "Frauenskulptur"
Im Rahmen des Umbaus in meinem Ausstellungsraum, habe ich auch Ungeplantes verändert. Umbau zieht immer Umbau nach sich, weil die Raum-Ästhetik das so verlangt. Das ist klar.
Mir ist es jetzt aber mal wieder so gegangen, dass die eine Tat, noch eine andere nach sich zog. Der Griff zum Quast, im Ausstellungsraum führte dazu, dass ich in der Werkstatt auch die Wandabrisswunden mit Kalkfarbe versorgte. Und das macht sich gut!




Ich bin mir fast sicher, dass jemand nach dem Abreißen der Mauer in der Werkstatt damals, zu mir sagte, dass diese Abrissreste, doch wie eine Frauen- skulptur aussehen und man das so lassen kann, weil das zu meinen Arbeiten passt. Und dann habe ich einfach nicht mehr weiter in mich hineingelauscht und es ist so geblieben.




Manchmal lasse ich mir etwas sagen und das gilt dann.  Oft bin ich mir einer Sache sofort sicher und dann gilt das. Aber da, wo das nicht der Fall ist, bin ich manipulierbar. Und das ist letztenendes auch der Grund, weshalb es einen echten Vorteil für mich hat, dass ich mich autodidaktisch ausbilden musste. Denn dabei gibt es keine Ablenkung von sich selbst. 
Schlecht ist seltsamerweise vielfach das Ansehen  autodidak- tischer Ausbildung. Dabei ist Ausbildung eine gute Ausbil- dung, wenn man es an den Ergebnissen erkennen kann. Selbstschulung erfolgt oft auf Grund mangelnder Möglich- keiten. Zum Beispiel in Ermangelung von Geld. Oder Zeit. Oder Unterstützung. Manchmal ergibt es sich auch einfach so, dass man sich selber etwas beibringt und fast ohne es zu merken, sich professionalisiert hat. 


Im übrigen muss man, ehe man an einer Kunst-Akademie genommen wird, erst einmal unter Beweis stellen, dass man Künstler ist; erst danach wird man aus- gebildet!  
Zudem gibt es genügend bekannte Künstler, die keine akademische Ausbildung haben, ihre Professionalität aber dennoch unter Beweis stellen konnten. Sich bei der Ausbildung helfen zu lassen, ist natürlich fantastisch, aber nicht jedem vergönnt. Lernen muss man immer selber.


Was den Bekanntheitsgrad angeht, (sollte dieser für den Betrachter ein Indiz der Güte der Kunst sein) wird er sehr durch Vitamin B, Finanzen und Verstorben- sein begünstigt. 
  Da mir sowohl das Vitamin, als auch das bauchige Portemonnaie fehlen, kommt für mich nur letzteres in Betracht; womit ich mir aber noch Zeit lasse.😉


Richtung Ausstellungsraum habe ich die Bruchwunde natürlich auch 
mit Kalkpflaster versorgt. Ich finde der Kalk macht sich wirklich gut.

Dienstag, 23. Oktober 2018

Vertrauen aufbauen

Ein Hosenbein ist auch...
Da unser schwarzer Kater mit seiner exklusiven Stellung in der Familie nicht glücklich war, haben wir ihm zur Gesellschaft zwei weitere Kater dazu geholt. Für sie ist  das auch gut, denn sie brauchten einen neuen Platz. Das wussten sie nicht, weswegen sie nicht ganz glücklich mit ihrer Situation sind. Sie haben unser Gästezimmer bekommen, was sonst? Bis jetzt haben die drei noch keine Bekanntschaft miteinander  gemacht.    Unser schwarzer Kater hat allerdings jetzt was gerochen. 



...kein schlechter Untergrund
Er ist hin- und her gerissen, ist neugierig, hält sich aber zurück. Jetzt wünschen wir uns gewiss alle, dass die Neulinge ihre Furcht verlieren. Sicher könnte unser schwarzer Kater ihnen erzählen, wie gut das hier ist, aber das ist dann doch zu heikel. Also sollen sie sich erst einmal mit mir vertraut machen.
Das bedeutet, ich habe eine Arbeit zu machen, die ich im Gästezimmer erledigen kann. So kommt es, dass ich mich an den Schmuck gesetzt habe. Aus Griechenland habe ich ein paar Achatperlen mitgebracht, die sollten nun auch zum Einsatz kommen.

 

...zum Fotografieren. Hier auf unserem Fußboden geht es auch ganz gut



Bei der Zähmungsaktion entstand zum Beispiel dieses Armband. Mit keramischem Türkisschüsselchen, in dem ein Rosenquarz liegt, 
weitere Keramik- und Porzellanperlen, ein bisschen Silber 
ein bisschen Glas, eine Spur Süsswasserperle und 
besagtem Achat.

Dienstag, 16. Oktober 2018

Neue website, mein

Nachdem der Gesetzgeber das Recht auf Selbstbestimung, im Internet für alle User gestärkt hatte und keine Sau genau wußte, was genau die Freiheit des Betrachters und Benutzers einschränkt, mussten insbesondere die kleinen Nutzer des weltweiten Netzes in  Deutschland ran, damit nicht irgendwelche geldgeifernden Anwälte ihr Portemonaie mästen könnten, auf Kosten derer, die sowieso nicht wohlhabend sind, wie das leider oft der Fall ist.

Also haben alle Künstler, die nicht in der Kategorie Gerhard Richter unterwegs sind, ihren Internetauftritt auf "Pause" gestellt.

Ich auch.
Aber jetzt?
Fertig!


www.beatereuter.de
 
Ich bin begeistert! 
Kommentare erwünscht.

Tja, die Bilder sind dieses Mal auf der Website, und nicht hier..

Montag, 8. Oktober 2018

Wenn eine auf die Reise geht...

...dann fällt ihr was ein.
Eine Woche lang war ich mit meiner Schwester in Barcelona unterwegs. Mit unseren Füßen taperten wir einen Großteil der verschiedenen Viertel ab und bestaunten Künstlerlädchen mit ihren kunsthandwerklichen Produkten. Auf einem unserer Heimwege, in Richtung dieses eirigen Turmes, "Torre des Glories", erzählte ich meiner Schwester, dass ich im Ausland immer nach guten Präsentationsideen Ausschau halte. Und während ich diesen Satz aussprach, krachte mir förmlich ein Idee in den Kopf, die leider überzeugend gut, aber mit entsetzlich viel Arbeit und Dreck verbunden ist. Ich versUchte sie ja immer wieder abzuschütteln! Aber es gelang nicht.


 
Zurück in Wassenach beichtete ich meinem Mann meine Schreckensidee. Und was geschah? Er war hellauf begeistert. 

 
Jetzt hammir den Salat.
 Nein, den natürlich nicht,
dafür aber das Chaos!

 













Und das soll genauso verschwinden,
wie diese Schrankwand.
 
 
Im Moment herrschen in Werkstatt und Ausstellungsraum gleichermaßen die Unordnung. Aber es wird gut, sag ich Euch, wird gut.👍

Freitag, 21. September 2018

Gigantisch

So sollten Kunstwerke sein, wollen sie Beachtung finden. Meine Kunstwerke werden materielle Größe wohl nie erreichen. Schließlich braucht man außer der Kohle für den Werkstoff, auch noch Raum zur Aufbewahrung.



Wir haben uns gestern an diesen Koloss heran gewagt. Das sind schon viele Steine! Einen guten Platz zur Aufbewahrung haben sie damals auch gefunden.

Besonders liebe ich diese Wasserspeier.


Das ist der gute "Aufbewahrungsplatz" für den Dom
Wir sind dem Kölner Dom also gestern auf´s Dach gestiegen. Und das ist so spannend, dass ich das hier ein bisschen davon zeigen wollte.



Auf dem Weg nach oben begegnet 
einem so manches weiteres Kunstwerk. 


Der ganze Dom ist voll mit Kunst und Kunsthandwerk.
Noch ein Anblick, wenn man auf 70 meter ist.  







 






 Meine Werkstatt ist vom 26. September bis Sonntag 7. Oktober geschlossen


Dienstag, 18. September 2018

unsagbar

                      Wie immer beginne ich hier was, und dort etwas,




 



Breite mich überall aus,
weil man an der frischen Luft
 ein Fixativ besser erträgt.

und man dann das noch leicht miefige Papier an nächster Stelle ablegt
 

Es gibt nichts besonderes zu melden, drum sag ich die ganze Zeit schon nichts.

Aber jetzt kommt langsam das Jahresende in Sicht.
Wann das "Offene Atelier" stattfindet, steht jetzt auch fest. 
Und vielleicht bringt das alte Jahr ja nochmal was Neues.




Ich muss Arbeitssachen sortieren! Das steht immer wieder an
In der Keramikwerkstatt bin ich dabei schon wieder auf einem guten Stand.

Das Wetter ist eigentlich zu schön um drinnen zu arbeiten. 
Jetzt ist aber  Feierabend, weswegen ich das Sortieren auf morgen verschiebe.

Montag, 27. August 2018

Augenblick

Ich habe mich noch einmal auf eine "Schulung" eingelassen. Die Schulung des Auges.

Mit anderen Künstlern gemeinsam, gönnen wir uns und ich mir, ein Modell, um Hinsehen und Umsetzen zu üben. Die Idee ist nicht auf meinem Mist gewachs- en, aber vielleicht wächst mein Mist ja dadurch.



Es gab vieles, das mich etwas in der näheren Vergangenheit von meiner künst- lerischen Arbeit abgehalten hat. 
Einerseits ist unser Gästezimmer endlich fertig geworden, was glücklicherweise auch zu netten Gästen führte. Andererseits ist unser geliebter Tupfenkater ge- storben, was uns ganz schön an die Pelle geht.
 
Aber die Übungsstunde hat mich endlich wieder an die Staffelei geführt.