Samstag, 31. Mai 2014

Gunst und Missgunst

"Gunst und Missgunst", Öl auf Nessel
Wenn man so mit dem Auto unterwegs ist,  hat man reichlich Gelegenheit sich Gedanken zu machen. 
Ich habe ein Auto, von dem andere Leute sagen würden, dass es keines ist. Und doch schaffe ich es, einen Mercedes Benz Fahrer aus seiner Autobahn-Lethargie zu locken, wenn ich ihn damit auf der Autobahn überhole. 
Das ist doch eigentlich unglaublich, oder? Der muss doch wissen, dass er die tollere Karre hat!

Dies ist ja eine recht lächerliche  Geschichte und kann einem  auch komplett egal sein. Schließlich kenne ich die Leute nicht.





 
Mich würde es aber schon einmal interessieren, ob es einen echten sinnvollen Sinn gibt, wenn man neidisch ist und jemandem etwas nicht gönnt. Das geht ja in alle Bereiche: Beziehungen, Talente, Partner, Dinge, Freunde, Besitztümer und die Art, die Welt zu nehmen.

Dieses Gemälde ist jetzt im Besitz einer Person, die aus beruflichen Gründen mit genau diesen Themen zu tun hat.

Konkurrenz kann einen weiter bringen. Das ist klar. Jemand weckt mit irgendwas Begehrlichkeiten in mir, dann mache ich mich auf den Weg um sie mir zu erfüllen. Also ist das ein Ansporn. Das hindert mich nicht, dem Anderen seines zu gönnen. 
Missgunst ist ein fieses Gefühl. Wir neiden, machen damit miese Stimmung und die Wahrheit sieht oft ganz anders aus. Man kann sich fast sicher sein, dass alles, was nach Außen so bombig ausschaut, irgendwo einen Haken hat.
Eines ist gewiss, allen, die mit dem Thema zu tun haben, geht es schlecht damit. 
Wenn das so ist, muss das doch für irgendetwas gut sein.


Freitag, 30. Mai 2014

Schwarz

Eigendlich lautete der Auftrag "schwarz". Ein schwarzes Armband. Mir unerklärlich, wieso ich die Dose mit den türkisen Keramikperlen mit hoch ge- nommen habe. 
Manchmal baue ich in meinen Schmuck auch Steine mit ein. Dieses Mal war es ein Türkis. 
Bei den Armbändern schaue ich darauf, dass die Perlen etwas robuster sind... als zarte Porzellan- perlen in Stabform.
Ansonsten ist Porzellan zu Recht als sehr stabil berühmt.


Ich bin ja total verknallt in die Keramik- und Porzellanperlen, die ich herstelle. Drum hab ich auch das Foto so GROß gemacht. Schön ist es für mich meine Perlen von industriell gefertigten Glas-, Stein- oder auch von echten Perlen zu rahmen. Plastik mag ich nicht benutzen. Die "rahmenden" Perlen müssen aber nicht wirklich wertvoll sein. Hier kommt es mir auf Farbe oder Form an. Meine selbstgearbeiteten Perlen und das individuelle Design sind das kostbare an meinen Schmuckstücken.

Mittwoch, 28. Mai 2014

Morgen Feiertag

Jetzt heißt es warten. Aber es wartet sich von selbst. Denn morgen ist ja frei. Der Freitag als Brückentag will auch nichts von der Werkstatt wissen. 

Der Ofen ist fast voll, die Schüsseln da sollen auch mit rein. Sind ja nicht mehr viele. Trocken müssen sie trotzdem sein. Feuchte Sachen sollte man nicht brennen. Dann machts nämlich PÄNG im Ofen.
Und das wäre ja Unsinn.

Nach der Freizeit sind dann alle Sachen trocken, auch die Buchstaben da. Und dann schmeiß ich den Ofen an. Ich bin ganz heiß auf´s glasieren und bemalen.

Dienstag, 27. Mai 2014

Schon umgesetzt



Die Kanne aus dem Kölner Museum hat schon ihre Wirkung getan. Hätte ich nicht eine Teekanne in Arbeit ge- habt, hätte es länger gedauert. Oder wäre vielleicht auch nie etwas gewor- den. Tatsächlich  besteht der Griff nun nicht aus einem Stück, er ist aber auch nicht verzwirbelt; ich habe ihn geflochten. Ich finde, dass sich dieser Zopf da richtig gut macht. Außerdem habe ich ein Top-Tülle gemacht, damit die Kanne gut gießt. Das ist nämlich eine sehr wichtige Sache und gar nicht so einfach. Man kann sogar Kannen aus Markenporzellan kaufen,  die sab- beln. Ich finde, das geht nicht. Aber es ist eben ein ehrgeiziges Projekt. Ei- genartig ist, dass ich nie ein Problem hatte funktionierende Kannen zu ma- chen, bis zu dem Zeitpunkt, da ich mir Gedanken zu dem Thema gemacht 
hatte. Was will uns das sagen?


Nachdem die Kanne fertig ist, habe ich mal wieder Ton auf die Gipsplatten gestrichen, damit ich weiter arbeiten und dabei noch alten Ton wegarbeiten kann. Da gibt es noch etwas, das zu den "unartig"- Buchstaben fehlt..


Sonntag, 25. Mai 2014

Anregungen

Mich inspiriert Kunsthandwerk. Aber nicht das aus der heutigen Zeit. Zum Beispiel regen mich byzantinische Goldschmiedearbeiten an. 
Am Wochenende waren wir in Köln im Museum fuer ost- asiatische Kunst. Da stehen Skulpturen, die sind so etwas von lebendig; einfach genial. Da haben sie eine  Stein- zeugskulptur, die würde einen um den Schlaf bringen, hätte man sie zu Hause stehen. 
In Japan gibt es eine große Töpfertradition. Viele zeitge- nössische Töpfer lassen sich von der japanischen Gestalt- gebung anregen. Kann man verstehen. Hier oben, diese kürbisförmige Teekanne mit einer typischen Seladonglasur versehen, hat mir sehr gut gefallen. Aber herstellen wollte ich sie deswegen noch lange nicht.  Ich werde fachübergreifennd inspiriert. Schmuckgestaltung inspieriert mich für Keramik, Ge- sang für Malerei oder so ähnlich. Aber hier dieser unpraktische Griff, der könnte in meine Arbeit einfließen, nur besser praktischer. Gerade habe ich tatsächlich eine Teekanne in Arbeit. Vielleicht bekommt sie ja einen verschlungenen Griff?


Das ostasiatische Kunstmuseum liegt am Aachener Weiher. Ich war schon als Kind oft da. Die Wasservögel ziehen gerade ihre Jungen auf. Diese Fotos sollte man nicht so sehr nach ihrer Qualität beurteilen; kommen von meinem Händi. Aber die häßlichen kleine Entlein hier bei Vater Schwan, sind sie nicht bezaubend? Ich glaube Hans Christian Andersen hat da nicht so gut hin geschaut, sie sind doch gar nicht hässlich. Und ich kann die Schwaneneltern schon verstehen, dass sie gleich so wü- tend werden, wenn man einen kleinen Blick auf ihre Küken wirft.
Ach übrigends, der Besuch im Museum lohnt sich. Sehr schön gemacht, das alles.

Freitag, 23. Mai 2014

Ausrede



Oder nicht? 
Ich habe da ein Gemälde. 
Das ist absolut nicht fertig.
Da ist zwar ganz viel Farbe drauf, aber im Grunde muss es noch gemalt werden. Und es schreit und schreit:
"MALMICH, MAALMICH mal!"
Ich hab es einfach umgedreht. 
Das soll mich in Ruhe lassen. 
Die Muse nämlich, scheint in Urlaub zu sein. 
Dieses quengelige Bild kann man sogar sehen, auf dem Foto hier links. 
Hinter dem Gelben da, die Rückseite, das isses.





Zum Glück mussten wir in meinem kleinen Dachatelier Holzboden legen. Ungelegt lag der im Wohnzimmer herum und machte dieses unnötig zur Baustelle. Darum kann ich da gar nicht in mein Atelierzimmer, um zu arbeiten.

Jetzt ist also das Mal-Atelier Baustelle und befreit mich von der Last des ungedul- digen Bildes.

Was ist das hier denn eigentlich für ein komisches Foto?? 
Durch die Zimmertür auf den Boden geblickt, der auch nur halb vorgestrichen ist. Eben Baustelle. 
Um den Boden fertig zu stellen fehlt uns derzeit das Holz. Abgesehen davon,  bietet dieses Wochenende sowieso jede Menge Ausreden an. Wir haben eine Einladung, der wir gerne Folge leisten und der schwarze Hollunder möchte dringend zu Hollun- derblütensirup verarbeitet werden.

Donnerstag, 22. Mai 2014

Innenleben



Auf dem Post:

"Ein Wochen- ende für die Hausfrau" 
(15. Nov. 2013)

habe ich 
meine
Hausfrau vorgestellt.
Jetzt hat 
mir der 
neue 
Besitzer
ein Foto des Innenlebens geschickt. 
Damit ist 
die Skulptur 
nun 
vollständig
....vorgestellt.





Hier is sie nochmal, die Hausfrau.

Dienstag, 20. Mai 2014

Erfolgserlebnis

Die ganz großen Schüsseln, muss ich nicht drehen. Das können andere besser.



Große Schüsseln drehen zu können, ist gut. Die wer- den in vielen Haushalten gebraucht. Ich habe einen Trick ausprobiert. Der funktioniert supergut!! Jetzt gelingt es mir leichter, ein großes Stück zu drehen. 
Geduldig darf ich trotzdem sein.

Ich habe also einige große Schüsseln und noch eine Kuchen- oder Servierplatte ge- dreht. Heute schaffe ich es nicht mehr, die fertig zu stellen. Deshalb kommt alles in die feuchtigkeitserhaltende Verpackung. Hier, an dieser Stelle ausgenommen prak- tisch; die Plastikfolie.

Montag, 19. Mai 2014

Vorgearbeitet

Draußen zu arbeiten ist natürlich besonders schön. Das kann dann auch schon mal am Sonntag passieren. Diese Platte wartete auf Bearbeitung. Mit Engobe bemalen, die Bemalung vefeinern, das braucht Zeit. Die hatte ich jetzt.
Wenn die Arbeit in den Fingern juckt, gibt es kein halten. 


Richtig angenehm fand ich es draußen gestern noch nicht. Zwar langsam, aber überzeugend schattig, krochen da Hau- fen von Wolken über den Himmel. Wenn die Sonne Muße hatte zu scheinen, war sie schön warm.
Zwei Katzen unserer Hausgemeinschaft hatten sich zu mir begeben und auf ihre typische Art und Weise auch gearbeitet. Schließlich müssen sie 18 Stunden am Tag so zubringen. Das ist hart.

Freitag, 16. Mai 2014

Die Engobe im Einsatz


Lederhart herunter getrocknet sind die Schüsseln, die ich extra für diese Engobe gedreht habe, genau richtig für die Weiterverarbeitung.

Diese Arbeit mach ich gerne. Hab ich schon mal gesagt. Vielleicht, weil sie nicht so staubig ist?
Wenn man die Oberfläche einer ge- töpferten Arbeit mit Glasur oder En- gobe behandelt, sieht man nicht, wie das am Ende aussehen wird. Die Er- fahrung sagt einem, das es so und so aussehen wird. 
Hier bei dieser Engobe habe ich auch eine genaue Vorstellung.
Ein schönes Wochenende!

Mittwoch, 14. Mai 2014

Nach alle dem

muss ich mich erst mal wieder sammeln.


Erledigt ist der Beweis, dass ich backen kann, wenn auch nur nach Rezept. 
Sogar der Kaffee in der Filterkaffeekochmaschine ist gelun- gen. Weil ich die normalerweise nicht benutze,  wird sie auch wieder weggeräumt. Zur Sicherheit habe ich jetzt endlich ei- nen Kommentar bezüglich der Menge des benötigten Kaffee- pulvers für einen anständigen Filterkaffee, auf der Filterpak- kung hinterlassen. Für die kommenden Einladungen eben.
Gar nicht so dumm, manchmal.

Heute habe ich Tassen gedreht, die waren noch in Bestellung. Sie waren mir ein bisschen aus dem Sinn geraten. Zum Glück war die Bestellerin nicht stinkig.


 
Außerdem 
habe ich 
zwei 
Schüsseln 
gedreht.





Auf denen möchte ich meine neue Kupferengobe testen. Die ist nämlich auf einem Probestückchen beatenüberzeugend aus dem Ofen gekommen.
Sieht nach nix aus, nicht? Ist aber was. Und ich bin mächtig gespannt, wie das auf den Schüsseln aussieht. Es könnte auch sein, dass das Zeug Probleme macht, denn Probleme kann es ja immer
mal geben. Wir werden es sehen.

Montag, 12. Mai 2014

Das zweite Wochenende im Mai


...ist für dieses Jahr vorbei.

Die Regengüsse haben uns wenig ausgemacht, denn man hatte ja eine Türe zu schließen.




Und zum Öffnen. Und weil man sie so gut aufmachen kann, kamen von elf bis fünf immer wieder neue Leute durch sie hindurch. So klein, ist die Werkstatt gar nicht!
Da passen doch so einige herein.


Das haben wir zwar schon öfter mal ausprobiert. Im Winter machen wir das ja auch nicht draußen, aber ich hab´s einfach vergessen.
Durch die Anwesenheit von Gästen sind in meinen Regalen Lücken entstanden, worüber ich mich sehr freue, denn nun kann ich wieder mit gutem Gewissen daran arbeiten, die Lücken zu füllen. 

Da ist man doch richtig schön motiviert, für die Arbeitswoche. Jetzt wäre noch gut, wenn der Automechaniker mir nicht sagen würde, dass mein Auto nicht zu retten ist. Das wäre wirklich gut.

Samstag, 10. Mai 2014

Anders als erbeten





-das Wetter. Ein bisschen schade 
wäre das schon, wenn es hielte, 
was es verspricht. Aber gut ist 
es, dass wir schon heute diesen regnerischen Eindruck hatten. 
Wir haben es uns aus dem Kopf geschlagen, im Garten draußen aufzubauen. Wenn wir in den 
Garten können, ist es eine ange-
nehme Überraschung. Schön ist 
der Regen ja schon. Nur eben nass. Jetzt gerade kommt die Sonne
wieder heraus.

(Mir gefiel die Spiegelung in der
Tischpfütze so gut. Das wollte 
ich nicht geheim halten)



Wir haben unser Haus mehr einbezogen. 
Jetzt ist es egal ob die Sonne lacht, wir lachen.













Wir machen es uns einfach schön. Trocken können wir es auch haben. Schließlich gehören wir zu den Glücklichen, die ein Dach über dem Kopf haben.

Eben noch mal aus dem Fenster in den Garten geschaut:
Wir lassen uns nicht schrecken. Dann bis morgen also! Ich freue mich!!! Ab 11 Uhr.

Freitag, 9. Mai 2014

So

Jetzt kommmt für alle Blogbetrachter die Einladung:
Wo? hier:
KIRCHSTRASSE 6 in 56653 WASSENACH bei MARIA LAACH

Mittwoch, 7. Mai 2014

Nachbereitung & Vorbereitung






Der Markt 
ist 
noch nicht 
ganz 
ausgepackt.
Wohin 
mit dem 
ganzen 
Material
????

Natürlich muss schon wieder sauber gemacht werden. 
Die Stahlgestelle sind rostig, da muss ich auch endlich ran. 
Wird gemacht. 
Gut, dann also erst mal alles in die Schränke räumen. 
Diesmal werden sogar die Böden ausgewischt und die Keramiken  wieder sortiert:  



Oben links Glöckchen, oben rechts Väschen. Dazwischen ein paar Salzstreuer. Mitte links Duftlampen und Windlichte, Mitte Mitte Geheimnis, Mitte rechts blau engobier- te Steinzeugleuchter.
Unten links auch noch blau engobiertes und eine getrocknete Artischockenblüte. Im Übergang von links nach rechts Skulpturen, Vasen und unten rechts große Vasen. Und nu, Schrank zu.


Wer sehen will, wie ich jetzt fürs "Offene Atelier" dekoriere, sollte am 
Sonntag vorbei kommen. Ab 11 Uhr. Am 11. Mai.

Montag, 5. Mai 2014

Wochende


 






Das vergangene Wochenende haben wir auf einem netten kleinen Kunsthandwerkermarkt verbracht. 

Weil er wegen des Publikums so nett war, möchte ich ihn hier mal ein bisschen bewerben. Er findet unter dem Titel "Kunst im Karree" am ersten Wochenende im Mai, in Neuwied statt. Nächstes Jahr dann wieder. Darum jetzt schon in den Geburtstagskalender eintragen.
Für uns Anbieter kamen  interessierte Besucher vorbei. 

Das Wetter lächelte, kam aber streckenweise doch etwas rau daher. Man konnte kalte Füße und ei- nen warmen Rücken be- kommen. Und Lust auf ein heißes Bad.
Nach getanem Markt ist so ein Bad gar nicht verkehrt.





Nächstes Wochenende, Sonntag, ist mein "Offenes Atelier"! Da bin ich jetzt natür- lich schon in der Vorbereitung.

Freitag, 2. Mai 2014

Durchhaltevermögen gefragt

 

Huuuh, manchmal muss 
man schon hart im Neh- men sein.....




 
Wenn man eine Briefzustellerin persönlich kennt, weiß man, dass der Briefkasten, den wir da zur Benutzung montiert haben, ein fieser Kerl ist. Dann weiß man sogar, wie der handzahme Briefkasten zu funktionieren hat.




Was kann man mit dem Wissen anfangen? Zum Beispiel einen Briefkasten. Gesagt und, ach, schon zweimal getan. Beim ersten Mal lag der Fehler bei mir. Dieser gro- ße Kasten da oben (Nummer zwei) hat mich erst beim Glasurbrand im Stich gelas- sen. 
Scheint mir, dass ich für dieses Projekt doch mal einen wirklich grob schamotierten Ton kaufen muss.


Sieht immerhin schön aus. Was kaputt gegangen ist, verheimliche ich. Fast alles.