Donnerstag, 30. April 2015

Positive Kritik

Ich finde, davon kann man immer etwas brauchen. Zum Beispiel hat mich kürz- lich  jemand  auf einen Fehler in einem Gemälde von mir hingewiesen. Ich hat- te schon im letzten November begonnen ein paar Arbeiten von mir zu überar- beiten, weil ich mit denen nicht wirklich zufrieden war. Aber bei jenem Bild und noch einem anderen, beschlich mich zwar immer wieder das Gefühl, dass da irgendwas nicht stimmt, aber ich habe einfach nicht hingeschaut. Ts! 

"Zusammenhänge"
 
So kanns gehen. Wenn man gute Freunde hat, weisen die einen auch manch- mal auf einen Fehler hin. Einen Fehler in der Selbstwahrnehmung, einen Fehler im Verständnis, einen Fehler in Annahmen und so weiter. Es gibt Sachen, die möchte man nicht hören, das ist klar aber helfen hilft das oft. Warum man manchmal auf einem oder sogar zwei sehenden Augen blind ist, das weiß der Kuckuck, der kennt sich mit sowas aus. Aber warum hört man nicht auf sich, wenn es bimmelt.... Warum nimmt man sein Unbehagen oft nicht ernst?

Mittwoch, 29. April 2015

Erwartungshaltung


sieht bei meinen Hockern so aus, siehe oben. Während der Farbveränderungs- arbeiten wurde viel Staub aufgewirbelt. Am Sonntag kommen Gäste. Also habe ich alle Hocker schön sauber gemacht. Ich gebe zu, getrocknete Wandfarben- spritzer sind noch drauf, aber das ist ein Topangebot für Menschen, die gerne knibbeln. Drinnen wird es schön, das kann ich jetzt schon sehen. Und  fertig bin ich auch schon bald. Was draußen sein kann, sehen wir ja fast erst am Sonn- tag. Wettervorhersagen sind zur Zeit, wie ich finde, mal wieder nicht ganz zu- verlässig. Ich mag das eigentlich ganz gern, wenn nicht alles berechenbar ist. Aber zugegeben, in diesem Fall, hätte ich schon gerne Sicherheit. Und zwar für ein fantastisches Wetter. Mit Sonne, nicht zu heiß, so dass man sich gut drau- ßen aufhalten kann. Wünschen kann ich mir das. Und manchmal ist es wie im Märchen, wo das Wünschen noch geholfen hat.

Dienstag, 28. April 2015

Probleme?

Nein, nicht wirklich. Aber eine Idee, von der ich nicht wusste, wie ich sie umsetzen könnte. Das war gestern. Aber dann hatte ich ideenreichen Besuch, dem ich aus geklärter Ur- sache meinen Einfall vortrug. Und dann fügten sich der Zipfel eines Produktes, das da herum lag und der Verstand meines Gastes mit seinem Verständnis zu der absoluten Lösung zusammen. Hier ist sie!
........und meine lieben Gäste auf diesem Blog hier haben keine Ahnung, worum es sich bei dieser Lösung handeln mag. Soviel sei schon mal verraten, es hat mit meiner Werkstatt zu tun. Und da ich die Lösung gleich heute in die Tat um- setzte, kann man schon am Sonntag bei meinem "Offenen Atelier" (von 11°°h bis 18°°Uhr) nachschauen, was das wohl sein mag.

Montag, 27. April 2015

Apfelblüte


















Ich habe es schon letztes Jahr zuge- geben, die Apfelblüte bezaubert mich. Hier in der Eifel beginnt der Apfel ge- rade hingebungsvoll zu erblühen. Wir haben unterwegs einen herrenlosen Apfelbaum gefunden, von dem wir ei- nen Zweig bekamen. Einen großen, den ich auf mehrere Gefäße ver- teilen konnte.  Auf der Treppe steht zum Emfang der größte Teil. Auf den Esstisch habe ich in einem kleinen Schälchen, die Blüten verteilt, die zu klein für jede Vase waren und jetzt das perfekte Bad für sich haben. 

Und oben in unserem Wohzimmer steht auch noch etwas von der Blütenpracht.

Sonntag, 26. April 2015

sex sells

Vielleicht gelingt ja auch mir mit diesem Motto der Verkauf. 
Bislang habe ich den Eindruck, dass ich genetisch eine Antifinanzlotushaut verpasst bekommen habe.

"zur Feier des Körpers"
 
Ich arbeite wirklich gerne an meinen Sa- chen. Ich kann es ja auch gut. Ich gebe auch gerne mein Wis- sen weiter, klappt auch gut. Aber muss das denn bedeuten, dass bei mir nicht so richtig was ankommt? Anderen Menschen gelingt es doch auch zu arbeiten, was ih- nen Spaß macht und dabei verdienen sie trotzdem richtiges Geld! Bei mir klappt das nicht.  Aber ich habe ein Nacktbild gemalt. Vielleicht hilft das zu einem  gut gefüllten Portemonaie oder auch einem zah- lenüberflutetem Bank- konto, mit überall ei- nem Plus davor, ver- steht sich. 
Es wär´ mir echt egal, was von beidem.



Das Bild ist übrigens so alt, dass mein Test hier schon fast deshalb nicht wirksam sein kann. Denn sonst hätte es doch schon geklappt, oder? Oder ich irre mich, das würde mir natürlich gefallen.

Donnerstag, 23. April 2015

Farbwechsel




Ich bin doch in der Vorbereitung zum "Offenen Atelier". Aber hier sind noch ein paar Bilder von der Farbveränderung in meiner Werkstatt. Bevor ich mit meiner Werkstatt nach Bonn ge- gangen war, hatte ich meinen Ausstellungs- raum da wo jetzt die Werkstatt ist. Und da ich viel in weiße Glasur gemalt hatte, fand ich die Idee gut, die Wände dunkel zu streichen. Auf der Wand hatte ich rote Abtönfarbe und Eisen- oxyde zusammen geschmiert. Ein bisschen hat es mir jetzt leid getan, die Matscherei zu über- tönen. Aber nur ein klitzekleines Bisschen.
Auf den Fotos hier gefallen mir die Kontraste.
Gibt es aber nicht mehr, alles weiß gemacht!

Auch der Boden konnte noch mal Farbauftrag gebrauchen. Frei nach dem Mot- to:" Wenn es zu schmutzig ist, hilft kein putzen mehr!" was natürlich Quark ist, hier aber praktisch, überstreiche ich die huddelig "weggewischten" Flecken mit Fußbodenfarbe.

Dienstag, 21. April 2015

Schade

Manchmal gibt es wirklich reizvolle Ausstellungsmöglichkeiten. Leider kommt es vor, dass ich erst dahinter komme, wenn auf Messe oder Markt schon der große Run läuft. Oft ist es dann so, wenn eine Messe oder ein Markt gut läuft, nimmt der Ausrichter plötzlich ein weit fürstlicheres Geld als vordem. Bei allem Idealismus, den man durchaus haben muss, wenn man meiner Profession nachgeht, unwirtschaftlich, das kann sich keiner leisten, besonders Künstler nicht. 

An dieser Stelle kann ich ja mal meinen Fürsten platzieren.


von einem Foto abfotografiert, ist er leider ein
bisschen unscharf, der Fürst. Aber so einen auf-
wändigen Bademantel finde ich eh nicht scharf

Montag, 20. April 2015

seid alle dabei, im Mai




ich freue mich aufundüber viele interessierte Gäste. 
Wäre schön, wenn dieses Mal besseres Wetter wäre, nicht so wie im letzten Mai. 
Was stelle ich  aus? Na dies:
Skulptur und unikate keramische Brauchbarkeiten
Wenn das Wetter mir freundlich gesonnen ist, können Gemälde  draußen an die Mauer. Da kann man sie gut sehen, weil sie einem auch nicht so auf der Pelle hängen. (Für den Fall, dass das nicht gehen sollte, habe ich mir etwas anderes ausgedacht.)
Schmuck ist auch da, kann man auch sehen.

Also kommt alle und lasst mich nicht allein mit meinem "Kram", dem Tee, dem Kaffee und......

Freitag, 17. April 2015

wie die Zeit vergeht




Guck mal auf die Uhr, die Zeit ist schon wieder vergan- gen!!! Jetzt muss ich aber rasch fertig werden, mit dem Weißeln der Werkstatt!!!

Es sieht ja schon ganz gut aus. Das erste Stück weiß in der Werkstatt hatte mich, feucht wie es war, doch ganz schön verunsichert! Ups, dachte ich mir, sollte das, wenn´s fertig ist grauslig ausschauen? Aber nein. Das wird gut. Das einzige Problem ist, dass ich sehr bald mein  "Offenes Atelier" ausrichte und da soll doch alles fein sein. Schaff ich das noch? Als Turboweißlerin?

Mittwoch, 15. April 2015

Das gute Wetter

Heute musste ich etwas besorgen und kam dabei am Laacher See vorbei. Kurz habe ich mal angehalten und mit dem Telefon ein paar Fotos geschossen. Da oben haben sie in den letzten Jahren viele Bäume abgeholzt. Das sieht doch wie eine schwere Verletzung aus aber andererseits hat man jetzt fast immer einen herrlichen Blick auf den See.




Nachdem der Winter nun vielleicht (man muss ja vorsichtig sein..) vorbei ist, haben die Meisen unsere Speisen für sie endlich angenom- men. Weil dieses heutige Wetter ja extrem dazu verleitet jegliche Arbeit draußen zu verrichten oder gleich den Garten zu verhackstücken, lief mir im Kräuterbeet meine heilige Franziska über den Weg.



Ist schon so lange her da ich sie angefertigt habe, dass ich keine Ahnung mehr habe, wann. Sie ist ein wenig knub- belig, die Gute. Die Idee war, Meisenknödel an ihren Rock zu hängen. Ein ausgefeiltes System steckt nicht dahinter. Trotzdem habe ich sie jetzt aufgehangen, außer Katzen- reichweite natürlich. Mal sehen, ob die Meisen so einen spontanen Minimal-Umzug vertragen. Mir wurde  gesagt, dass die Meisen sich auf Dauer nicht so gut an dem Netz- chen festhalten können und es besser ist, wenn sie sich wo drauf setzen können.
Der Blickwinkel der Katzen

Mit diesen Rat habe ich jetzt etwas angefangen. Wenn man das weiß, kann man auch sehen, dass die Meisen sich immer wieder woanders hin setzen, wenn sie an dem Knödel picken. 
Ach so, warum eigentlich heilige Franziska? Och, der heilige Franziskus ist mir so symphatisch, der hat sich so gar nicht über die Schöpfung gestellt. Und warum dann nicht eine Schwester im Geiste (wenn auch aus Ton) machen?

Sonntag, 12. April 2015

Zugewandheit


Ein Projekt, dass da ansteht, ist einen Katalog von meinen Arbeiten anzu- fertigen. Dafür bin ich wieder am fotografieren. Wenn es schon mal geht, auch Sachen die nicht mehr in meinem Besitz sind. So kam es auch dazu, dass ich dieses Stück hier ablichten konnte, das hatte ich nicht.



Dieser Teller ist ganz am Anfang meiner Arbeit mit Keramik entstanden. Ich hatte noch gar keinen richtigen Plan, was ich am besten für Materialien benut- ze, um die Oberflächen so hinzubekommen, wie ich sie haben wollte. Also habe ich ganz einfach begonnen: Mit Engoben. Damit arbeite ich immer noch und noch nicht einmal sehr anders. Hauptsächlich ist die Temperatur ist gestiegen

Manche Sachen kann man erst darstellen, wenn man sie mal erlebt hat. Obwohl man, wenn man gut aufpasst auch etwas erleben kann, was ein anderer erlebt hat. 
Ich habe die letzte Zeit viel über Familie nachgedacht. Weil man da so viel oder auch zu wenig erleben kann. Wenn man von etwas zu wenig bekommen hat, kann man davon nicht gut etwas weiter geben.  Daher kommen dann auch schon mal die andern zu kurz. Zuwendung und Liebe ist nicht das Gleiche aber wie erlernt man das? Kann man es wirklich nur erlernen, wenn man es selbst bekommen hat? Und kann man von echter Liebe zuviel bekommen?

Freitag, 10. April 2015

Der April

kommt einem doch sogleich wieder wie Sommer vor. Die Christrosen, die mir die ganze Zeit schon etwas geblüht haben, durften in den Schatten. Denen wurde es auf unserem Terrassentisch zu heiß. Die Katze hat sich auch schon in den Schatten gehockt, man kann es kaum glauben.



Ich halte dieses Wetter allerdings bes- tens aus. Gestern habe ich noch in der Werkstatt geweißelt. Das dauert, weil die Oberflächen so kruckelig sind und überall so ein Zeug herum steht! Aber heute dachte ich mir, gehe ich mal ein bisschen raus. Die Oleander auf der Treppe hatten mich angesprochen und so nahm ich sie auch mit raus. O, sie hatten einen schlechten Winter, hatten etwas trocken gestanden. Das lag an mir, ich hatte auch einen schlechten Winter, weil ich etwas zu dunkel ge- standen hatte. Wie dem auch sei, jetzt habe ich die beiden, von Schildläusen beklebten und klebenden Pflanzen er- löst und mich bei ihnen entschuldigt. Ja, das reicht nicht, ich pflege sie aber wieder ganz gesund. 

Unser Lorbeer findet das Klima hier sehr gedeihlich. Ich kann ihm jetzt eigent- lich den Winterschlafanzug ausziehen. Er reicht natürlich noch lange nicht an seine Brüder in Korfu heran aber er breitet sich doch prächtig aus.


Meinen Tee habe ich auf der Terrasse zu mir genommen. Wer weiß schon, wie lange wir so ein Wetter haben. Eigentlich müßte man die Kleider abwerfen und so lange es geht Sonne tanken. Zur Sicherheit...

Donnerstag, 9. April 2015

Auszeit






 
Auszeit kann auch schon mal in Arbeit ausarten. Und auch in Chaos.
Jemand in meinem Umfeld hat herausbekommen, dass ich nähen kann und hat mich auf eine Arbeit angesetzt. Ich habe das kombiniert. 
Um zu nähen braucht man Stoffe.


Das Dekor kann man aber auch selbst gestalten. Super gerne mache ich das mit Kartoffeldruck. Da ist dann wirklich jedes bedruckte Stück total einmalig. 
Hier rechts dieser Viskoseschal ist so bearbeitet. Aber der ist nicht mehr zu haben. Derzeit gibt es bei mir noch einen bedruckten Leinentischläufer.



Donnerstag, 2. April 2015

Arbeitsalltag

Dem zu entkommen, sind die Möglichkeiten je nach Tätigkeit, sehr unterschied- lich. Wenn ich in meine Werkstatt gehe, ist es mein Alltag. Wenn jemand einen Kurs bei mir macht, ist es für jenen eine Auszeit. 

Schlaghölzer, wie sie im Buche stehen

Jeder packt die Dinge anders an. Deswegen kann man nicht in jedem Fall genau wissen was geht und was nicht geht. Vielleicht bekomme ich etwas einfach nicht so hin, wie es ein anderer macht. So ist das auch mit dem Erdenken von Möglichkei- ten. 
 

In meinem letzen Kurs war aus technischen Gründen plötzlich (ich liebe dieses Wort) PLÖTZlich ein Schlagholz erforderlich. Aber ich habe keines. Eine Latte war da, die war zu lang. Reste von Bodendielen waren da, die waren zu plump. Meine findige Kursteilnehmerin erkundigte sich bei mir, ob sie einen ehrwür- digen Gegenstand umfunktionieren darf. Na klar. Und was sah ich, als ich aus unserem Heizungskeller gekrochen kam?




Dieses, so.
So wurde der Ton zusammen geschlagen. Er ist nicht arm, der Ton,  es tut ihm gut.


Uns täte das natürlich nicht gut. Aber Ostern kloppen wir die hartgekochten Eier auf den Tisch oder gegeneinander, da ist das auch sinnvoll.  
Weil es nämmich hilft an das Ei heranzukommen. Hätteste das gedacht? 


fröhliche Ostern wünsche ich