Samstag, 25. Januar 2014

1914

Max Beckmann, Selbstbildnis als Krankenpfleger (Ausschnitt), 1915, Öl auf Leinwand © Von der Heydt-Museum Wuppertal
Max Beckmann
 1914-die-avantgarden-im-kampf 



Überall in Bonn hängen die Werbepla- kate mit diesem Bild zu dieser Aus- stellung herum. (Und deshalb nehme ich an, dass der Veranstalter nichts dagegen hat, wenn ich es auch hier "aufhänge".) Ich habe allerdings nur gesehen: "1914" und "Avantgarden". Die Art der unvollständigen Wahrneh- mung ist gar nicht so untypisch für mich, weswegen ich in diesem Fall nicht darauf vorbereitet war, was auf mich und meine Begleitung zukom- men würde.







Zunächst sahen wir Bilder im Umfeld des Dadaismus und hörten Kurt Schwitters. Von Paul Klee hingen kleine Gemälde, ca. 15 X 20 cm an der Wand und ich witzelte noch zu meiner Begleitung, dass heutzutage ein Künstler mit diesem, wirklich wun- derbar gestalteten, Format keinen Blumentopf mehr gewinnen würde. 
Aber dann. 


Viele der Künstler sind im Krieg geblieben. (Schon diese Formulierung ist grausam: niemals mehr können sie dem Krieg entkommen.) Vielen sind die Nerven durch- gegangen. Sie haben gemalt, gezeichnet, als Warnung, aus Verzweiflung. 
Die Bilder sind Zeugen, an diese Dokumente kommen keine Nachricht aus unseren Medien heran.
Diese Zeugen aus den hundert Jahre alten Herzen der Künstler gehen direkt in das eigene Herz. Und das antwortet sofort und ist gegen jede Art von Grausamkeit.


Ich möchte die Ausstellung an dieser Stelle aufs innigste empfehlen. Sie ist kein Spass und man sollte meiner Meinung sich nicht zuviel Information dazu holen. Besser nachher recherchieren.

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