Freitag, 13. September 2013

ArbeitsPLATZ


Die Keramikwerkstatt ist immer noch irgendwie in Beschlag genommen. Aus dem Spätsommer ist so etwas wie ein Herbst geworden. Die Blätter sind zwar noch nicht bunt aber die Luft fühlt sich anders an und der Sonnenstand vermittelt einem Teezeit. 
Unser Fensterprojekt ist ziemlich zum Abschluss gekommen, was da bedeutet, dass noch 372 Gramm Putz anzuflicken sind, zwei verschiedene Leisten an zu- schrauben sind und Außen. Da mach´ ich jetzt einfach einen Punkt. Außen Punkt.
       Man kann sich jetzt, und das passt ganz toll zu dieser und der anderen Jah- reszeit, in unser Esszimmer setzen und sich einbilden, man säße auf der Terrasse. Bei Wind und Hagel. Traumhaft. Und Tee trinken.
In Zukunft werde ich sicher viele Arbeiten da unten am Esstisch verrichten: Skizzen und Entwürfe, sowie Schmuckarbeiten, ach was weiß ich eben...

Aber jetzt nicht. Das Gemälde, das auf der Staffelei darauf wartet fertig gestellt zu werden, muss ich oben im Atelier und Gästezimmer weiter arbeiten. 
Das Motiv: eine Katze.
Ich habe ja, was Katzen anbelangt, wie man in Köln sagt, einen Fimmel. 

Rosso permanente scuro bekam ich nicht auf. Meine Zähne schone ich besser, an- derer Leuts Zähne halfen auch nicht, musste also die Zange her. Das Rot brauchte ich um ein Violett zu mischen.
Ich liebe Kontraste. Oder Haarscharfes. Wenn´s sich fast beißt, das find´ ich gut. Unter dem Motto "grün und blau, schmückt die Sau". Arme Sau.
Als ich klein war, war das ein beliebter Spruch zum mobben. Aber früher gab es noch kein Mobing, früher war das ganz harmlos, da waren das nur Hänseleien. Auf jeden Fall wäre Pink und Orange der Killer gewe- sen; Der Kinderkiller. 
Hier auf dem Gemälde bringt diese Kombination heute niemanden um. Wenn doch, soll er sich doch bitte melden. Das Gemälde ist, glaube ich, noch nicht ganz fertig. Das muss noch ein paar mal ganz überraschend angeschaut werden.
Wenn ich´s bei mehrmaligem Überraschungsguck nicht mehr nachbessern muss, ist es fertig. Noch ist es aber nicht so weit.

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