Mittwoch, 15. Juni 2016

"Schön!"

befand kürzlich eine Kundin zu meinen drei "Bäuchen", die hier abgebildet sind. Und gleich hinterher meinte sie, dass ein Künstler das nicht gerne höre. Für mich gilt das nicht. Meine Arbeiten sind nämlich häufiger nach ästhetischen Kriterien gefertigt. Manchmal geht das allerdings nicht, weil die Darstellung dann dem Thema nicht gerecht würde! 
Aber mir ist es eher ein Anliegen Schönheit und Zärtlichkeit in die Welt zu bringen, wenn es mir denn möglich ist.

 




Zärtlichkeit kann bei mir durch die sogenannten Mängel hervor gerufen werden. Zum Beispiel durch faltige Haut, ein Schielen, ein Bäuchlein, alte Hände, eine Narbe  oder irgendwelche Macken. Schließlich haben wir alle unsere "Fehler".  Vielleicht bekommen daher manche meiner plastischen Arbeiten auch so einen verpasst. 
Für mich ist ein Mangel kein Fehler: Ich finde Unvollkommenheit macht uns, unter anderem, zum Menschen. Dies kann einen Gelassen sein lassen, trotz- dem braucht man sich darauf nicht auszuruhen. 
Ein bisschen Selbstreflexion hält den Geist wach und verhilft zu Lebendigkeit.

Ein bisschen mehr davon finde ich auch nicht schlecht.

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