Montag, 1. Juni 2015

Die letzten Tricks



Um auf der Töpferscheibe etwas hinnehmbares herstellen zu können, braucht es reichlich Übung. Zu akzeptieren, das man viel Zeit einsetzen muss, um diese Technik überhaupt zu erlernen ist der erste Schritt. Hat man es geschafft dieses eigen- willige Stückchen Ton auf der Scheibe leicht zu zentrieren, möchte man üblicher Weise weiter kommen. 
Wenn man es dann geschafft hat, Stücke zu dre- hen, die so groß sind, dass sie schon ein bisschen gefährdet sind, beim herunternehmen von der Töpferscheibe, in sich zusammen zu schlabbern, kann man sich ganz einfach helfen: Dann legt man einfach ein Stück Zeitungspapier glatt auf die Öff- nung des Drehstückes auf. Das klebt am feuchten Ton fest und hält so den Rand in Form. Dadurch wird die ganze Arbeit stabilisiert.
Heute habe ich eine ganze Ladung "Strafton" verdreht. (Ich habe diese Art von Ton schon einmal erwähnt.) Im Moment fühlt es sich so an, als würde ich, wenn ich meine "Bestrafungen" abgedreht habe, nicht mehr viel auf der Töpfer- scheibe anfertigen. Deshalb habe ich meine heutige Arbeit nochmal zum Anlass genommen, einen Trick weiter zu erzählen. Mir ist viel zu häufig ein gewisser Wissensgeiz begegnet und ich kann nicht verstehen wofür der gut sein soll. Weil mir die Begegnungen damit wenig Freude bereitet haben, gebe ich meine Kenntnisse umso lieber weiter.
Aber was soll denn das wieder geben, was ich da gedreht habe? Diese Pötte hier sollen am Ende mal wieder zum Bepflanzen sein. Ich habe da letztens eine Oberfläche gemacht, die finde ich so krachermäßig schön, dass es mir einiger- maßen leicht fiel, diese Sache zu erledigen.

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