Mittwoch, 24. April 2019

Österlicher Sommer

Unser Vogelhäus.chen ist umgezogen. Nun schauen wir geradewegs von unserem Esstisch darauf.

Zunächst dachte ich, dies wäre ein Amselweibchen, das fast erwischt worden war; fehlen ihm 
doch die Schwanzfedern...






Das sonnige Wetter am vergangenen Wochenende läutete selbstverständlich die Gartensaison ein. Unser Draußen-Bett musste, natürlich gerne, schon für den Mittagsschlaf zweier Leute herhalten.
In unseren und in Nachbarsgarten, sind wieder viele Tiere eingezogen. Die Tiere nehmen unsere Grundstücksgrenzen nicht gerade ernst. So kommt es, dass die Eichhörnchen, die wieder des Nachbars Scheunendach bezogen haben, in unserem Flieder herum tollen. 
Während wir von Samstag auf Sonntag unsere kleine Familie feierten, ließ die Mäusegroßsippe in unserer Trockenhecke einen rauschenden Polterabend steigen. Statt Geschirr in Scherben zu legen, raschelten sie laut mit dem trockenen Laub herum. 


Nachdem ich heute den letzten Oster-Besuch zum Bahnhof gebracht hatte, machte ich mich sehr langsam über den Garten her. Dort eine Gießkanne entleeren und da auch. Während ich durch unseren Garten strich, schaute mir sehr aufmerksam unser alter Amselmann zu, der mit den weißen Federn auf den Schwingen. Er kommt schon viel Jahre zu uns und ist eigentlich nicht sehr misstrauisch. Als ich mich auf unser Außen-Bett setzte, flog er in die Trockenhecke und fütterte dort ein bis dahin mir unsichtbares Junges.  Nachdem er sich auf die Suche nach weiterer Nahrung für sein Küken machte, beobachtete ich zunächst, wie sich das Vögelchen brav die Feder putzte und sortierte und sich scheinbar in diese Lage schickte. Ha, falsch gedacht; schon kletterte es im Gestrüpp herum und wurde ganz sichtbar. Katzen waren keine in der Nähe!!!


Kaum begab ich mich nach oben, um auf der Terrasse noch einiges zu rich- ten, flog auch schon das, nein! ein anderes Jungtier auf unser Geländer! Denn unten sah ich gleichzeitig wie sich der andere Neuling in die freie Wild- bahn traute! 


Jetzt endlich begriff ich auch, das das vermeintliche Amselhühnchen, ein heranwachsendes Jungtier gewesen war.


Ob es wohl noch jemand anderem aufgefallen ist? 
Das Jahr ist schon recht weit voran geschritten. 
Ob ich den Zwei-Wochen-Arbeitsausfall, der mir dazwischen kam, wohl noch aufarbeiten kann? 
Bald schon findet mein Atelier-Fest statt. 
Und davor noch reisen wir zu der Familie meines Mannes... 

Aber eines weiß ich jetzt schon: Wir werden es sehen.

Hier der angefügte Amselmann. Mann, ist das Gras grün!! Aber das IST so grün.

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